Life is not always about getting faster, higher and further – more often it is just about being!

Höher, schneller, weiter? In unserer heutigen Zeit, in der ohnehin alles bereits so unglaublich schnelllebig ist und tagtäglich so viele Informationen und Einflüsse auf uns einwirken, ist es so wichtig sich auch regelmäßig Pausen zu gönnen. Es geht nun mal nicht immer fast forward.

Leider ist dieses immer höher, immer schneller, immer weiter in den letzten Jahren und auch leider bis heute noch total en vogue. Zum einen leben viele von uns das im privaten, aber leider wird es auch immer noch in vielen Unternehmen mit dem höchsten Maß an Anerkennung gewürdigt.

Wenn man zum Beispiel überlegt wie oft es vorkommt, dass Mitarbeiter sich krank zu Arbeit schleppen und über ihre Grenzen gehen nur um ein „wichtiges“ Projekt zu Ende zu bringen. Am Ende des Projekts kommt es nicht selten vor, dass dieses „über die Grenzen gehen“ von oben noch mit Lobeshymnen wertgeschätzt wird. Man gilt als vorbildlicher Mitarbeiter – man ist belastbar. Doch zu welchem Preis – und vor allem zu welchem Preis für einen selbst? Und welches Bild wird hier vermittelt – auch gegenüber all derer, die auf sich und auf ihre Grenzen achten. Ein gesunder Ehrgeiz und das Gefühl sich hier und da selbst herauszufordern ist ja absolut okay, aber dieses ständige rennen, rennen, rennen…

Auch wenn diese Schnelllebigkeit, dieser Hustle und das ständige über Grenzen gehen immer noch weitverbreitet ist, bin ich dennoch total froh, dass sich langsam in vielen Köpfen eine neue Einstellung diesbezüglich entwickelt. Und, dass bei so vielen Menschen das Thema Achtsamkeit immer mehr und mehr in den Fokus rückt. Ebenso, dass sich auch step by step in vielen, vor allem jüngeren Unternehmen, das Denken verändert und ein wirklicher Paradigmenwechsel stattfindet. Denn ist es nicht gerade dieser ständige Hustle, der uns auf Dauer krank macht und auslaugt? Ist es nicht dieser Hustle, der wenn man ehrlich ist absoluter Bullshit ist, wenn man sich diesem total unterwirft?

Diese ständige weiter, weiter, weiter nimmt uns nämlich die nötige Zeit um durchzuatmen. Und gerade dieses Durchatmen ist einfach so unglaublich heilsam und wichtig. Wichtig für unser seelisches und körperliches Wohlbefinden, denn ohne Pausen gibt es nicht die Zeit, um bei uns selbst anzukommen und uns die nötige Zeit für die eigene Reflexion zu nehmen. Und nur dadurch kann auch wiederum neues Wachstum entstehen. Wenn wir aber immer weiter und weiter machen, nehmen wir uns auch den Raum für neue Ideen und rauben uns letztlich auch jeglichen Platz für unsere eigene Kreativität.

Wenn man immer nur powert und powert und nie Pausen macht, liegt der Fokus nur noch auf der eigenen Leistung und weniger auf dem was man vielleicht wirklich gerade bräuchte, was man wirklich möchte und wer man eigentlich sein möchte. Man verliert sich in diesem Strudel und merkt es meistens erst, wenn es zu spät ist.

Und weißt du was? Surprise, surprise – die Welt dreht sich nämlich dennoch weiter, auch wenn wir uns mal Pausen gönnen, uns rausnehmen und durchatmen.

„Es gibt Wichtigeres im Leben, als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen.”
~ Mahatma Gandhi ~

Früher bin ich ständig über meine Grenzen gegangen – ständig! Habe unglaublich viel gearbeitet. Mir nicht einmal wirklich Zeit für eine Mittagspause genommen. Habe mir rückblickend super viel aufgeladen und mir auch keine Zeit für mich genommen. Keine Zeit für Pausen. Keine Zeit zum Durchatmen. Was dann passiert ist? Ich wurde kraftloser und mein Körper meldete sich. Doch ich habe die Signale damals noch nicht verstanden. Habe noch nicht verstanden, dass das die Art und Weise ist wie meine Seele versucht zu mir zu sprechen – wie sie mir damit zu sagen versuchte „hey Tanja, slow down!“

In den letzten Jahren durfte ich genau das sehr intensiv lernen. Durfte lernen mich selbst wieder mehr in den Fokus zu rücken, wieder mehr auf mich Acht zu geben. Meine Bedürfnisse zum Ausdruck zu bringen und wieder mehr für mich zu sorgen. Vor allem auch als Mama und mich nicht komplett in der Mutterrolle zu verlieren und alles über mein eigenes Wohlbefinden zu stellen. Daher bin ich nun in der Lage meine Grenzen sehr bewusst wahrzunehmen und auch die Sprache meines Körpers zu hören, welche mir signalisiert wann es genug ist. Das funktioniert mittlerweile eigentlich auch sehr gut, aber auch ich darf hier noch lernen und wachsen. Und so möchte ich dich gerne mitnehmen in eine Situation zu Beginn des Jahres, welche mich rückblickend auch wieder an etwas erinnern und mich etwas lehren durfte 😊

Bevor ich aber mehr im Detail darauf eingehe noch kurz die Verbindung zu meinen Human Design Reading, welches mir diesbezüglich auch noch einmal sehr die Augen geöffnet und mich sensibilisiert hat. Es gab mir neben einigen anderen Dingen speziell auf dieses Thema auch noch einmal einen komplett neuen Einblick und ein neues Verständnis.

Für alle die von dem Begriff Human Design noch nichts bzw. nur sehr wenig gehört haben, erkläre ich kurz um was es geht. Jeder Mensch ist einzigartig und verfügt über ganz bestimmte und unterschiedliche Fähigkeiten und Potenziale. Ausgangsbasis im Human Design ist dein Human Design Chart. Es ist sozusagen deine ganz persönliche Landkarte und es zeigt quasi deinen einzigartigen, energetischen Fingerabdruck. Das Human Design System zeigt dir detailliert deine ganz individuellen Potentiale und Eigenschaften. Human Design ist relativ neu und basiert auf komplexen Synthesen verschiedener Wissenschaften wie der Biochemie, Genetik, Quantenphysik und aber auch aus Elementen der Astrologie, Chakren-Lehre, Kabbala und dem I-Ging. Derzeit gibt es kein anderes System, welches so derartig präzise die Grundstruktur jedes einzelnen Menschen und dessen Persönlichkeit beschreiben kann.

In meinem HD Chart kam heraus, dass ich sehr sehr gut pushen kann. Das bedeutet ich habe eine sehr stark ausgeprägte Willenskraft und verfüge dadurch über unglaublich viel Energie und Power. Ich kann mühelos über längere Zeiten sehr intensiv arbeiten. Allerdings bringt dies auch die große Gefahr mit sich, sich irgendwann dabei selbst zu verbrennen. Und das kommt eben genau dann vor, wenn man die Balance zwischen powern und relaxen nicht mehr gewährleisten kann. Das kann ganz schnell gehen und ist meist ein schleichender Prozess und vor allem kann es auch passieren, wenn man an Dingen arbeitet, die einem unglaublich viel Erfüllung bringen und einen total glücklich machen. Auch dann und gerade wenn man weiter mit Freude an allem was einem so viel Zufriedenheit gibt arbeiten möchte, ist es so wichtig sich auch hier immer wieder Pausen zu gönnen.

Und als ich das in meinem HD Chart erkannt habe, dass ich vom Grundtyp einfach dazu neige leicht aus der Balance zu geraten, da konnte ich die Zusammenhänge zu meiner damaligen Zeit und auch zu vielem mehr erkennen. Ich habe dieses unglaubliche Potential, welches aber zugleich auch ganz schnell mal ins Negative umschlagen kann, wenn ich hier nicht achtsam und bewusst mit mir umgehe. Denn um ehrlich zu sein, ich könnte mich seit Monaten gefühlt ständig mit meiner Arbeit beschäftigen, weil es mich einfach so unglaublich erfüllt. Doch gerade hier habe ich erkennen dürfen, dass es für mich auch so wichtig ist mir hier Pausen und Zeiten zuzugestehen in denen es auch mal weniger sein darf.

Und so durfte mich eine Erfahrung in diesem doch noch recht jungen Jahr genau an das erinnern bzw. mich dieses lehren.  

Vielleicht folgst du mir schon länger auf meinem Blog oder auf meinem Instagram Account – dann hast du es vielleicht mitbekommen. Wenn nicht ist auch überhaupt nicht schlimm – ich hole dich kurz ab. Ich habe seit Herbst letzten Jahres an ganz vielen verschiedenen Themen gearbeitet. Größere und kleinere und ich hatte so viele Ideen und so begann ich an diesen zu arbeiten und eine nach der anderen umzusetzen. Ich war vollkommen im Flow und hätte nicht nur die Tage, sondern auch die Nächte durcharbeiten können. Habe überhaupt nicht mehr wirklich wahrgenommen wieviel es neben Family Management, Kindern und so dann vielleicht doch irgendwie war. Habe zwar ab Februar schon bemerkt, dass mir mein Körper signalisiert „hey, Tanja mach langsam“. Doch ich tat mir so unglaublich schwer damit „weniger“ bzw. „langsamer“ zu machen, weil es mir doch so so unglaublich viel Freude machte an all den Sachen zu arbeiten. Ich dachte, wenn es mir doch aber so viel Freude bringt dann kann es mir doch nicht schaden doch irgendwann habe ich mich von meinen Vorbildern nicht mehr inspirieren, sondern vielmehr unter Druck setzen lassen. Denn ich hatte dann irgendwann diese Gedanken im Kopf „aber die machen alle schon so viel mehr als ich und dann machen die noch dies und das und jenes…“. Vielleicht kommt dir das bekannt vor. Und so merkte ich gar nicht wie ich mich mittendrin in diesem Hustle befand und nicht mehr wirklich bei mir war.

Und dann passierte vermutlich rückblickend eben genau das (*danke Universum* 😊) was mich daran erinnern sollte, dass es völlig okay ist meinen Weg in meinem eigenen Tempo zu gehen und sich auch mal wieder zurückzulehnen und sich Pausen zu gönnen 😊

Ich saß eines morgens am Schreibtisch und hatte gerade meinen Podcast, der in Kürze live gehen sollte kommuniziert und dann…dann ging meine Festplatte kaputt – und neben dem Podcast war alles woran ich die letzten Monate so hart und mit so viel Liebe & Ehrgeiz gearbeitet hatte weg. Innerhalb von Sekunden alles weg.

Doch was soll ich sagen – nach den ersten beiden Tagen Schock und des Nicht-Wissens wie ich mich wieder motivieren und aufraffen sollte all das wieder zu konzipieren, zu erarbeiten und so weiter empfand ich auf einmal so eine unglaubliche Leichtigkeit. Eine Leichtigkeit eben mal nichts zu machen 😊 Und ebenso lehrte mich das Geschehene meine Ideen hier und da noch einmal zu überdenken und ganz ehrlich zu hinterfragen, ob denn all das jetzt schon fertig sein muss oder ob das ein oder andere vielleicht doch noch etwas Zeit zum reifen haben darf. Und so habe ich begonnen das ein oder andere noch einmal zu überdenken und habe neue Prioritäten vergeben. Womit ich aber direkt wieder begonnen habe ist, dass das Wochenende auch wieder Wochenende ist und eben nicht ein „working-weekend“ wie all die vergangenen Wochenenden der vergangenen Monate. So kann ich all das, wenn ich es Revue passieren lasse, als sehr heilsam betrachten. Es hat mich aus dem Hustle herausgeholt und mir bewusst gemacht, dass man auch Pausen braucht auch wenn man gefühlt permanent arbeiten könnte, weil es einem so viel Freude und Erfüllung bringt. Und es hat mir nochmal die Chance gegeben mir vieler Dinge noch einmal bewusster zu werden. Und was ich dir gerne damit auf den Weg geben möchte ist, dass man dem Leben vertrauen kann, denn es ist nicht gegen einen auch wenn ich, als das passiert ist, geflucht habe und mich gefragt habe „wieso passiert mir das denn jetzt?!“ doch am Ende war es eine sehr positive Erfahrung, welche mich viel gelehrt hat. Auch wenn ich es zum Zeitpunkt als es passiert ist noch nicht sehen konnte. Aber es hat wieder einmal mein Vertrauen ins Leben bestärkt.

„Das Leben ist immer für dich, nie gegen dich.“
~ Robert Betz ~

Und verstehe mich nicht falsch gegen einen gesunden Ehrgeiz und die eigenen Ambitionen ist auch aus meiner Sicht überhaupt nichts einzuwenden und dass man phasenweise auch mal über seine Grenzen hinaus geht ist auch ok, solange man dann auch wieder den nötigen Ausgleich schafft, um zurück in die Balance zu finden. Denn sonst passiert eben genau das was ich beschrieben habe und demjenigen dem es am meisten schadet bist am Ende du selbst. Die Welt ist schon schnell genug, daher erkenne deine Grenzen – sei sie dir bewusst und achte sie. Finde deine Balance und wenn du eine Pause brauchst dann nimm sie dir! Und gehe deinen Weg in deinem eigenen Tempo, lass dich nicht vom außen unter Druck setzen.

Gerne möchte ich dir abschließend noch etwas mit auf den Weg geben was mir auf dem Herzen liegt und ich im letzten Jahr vermehrt wahrgenommen habe und wie ich finde gerade auch gut zu diesem Thema passt.

Ich finde es großartig, dass sich immer mehr Menschen mit sich selbst befassen. Sich auf dem Weg machen Themen in ihrem Leben zu bearbeiten, aufzulösen und zu transformieren – sich ihrer Wünsche und Träume wieder bewusst zu werden und so wieder zu mehr Zufriedenheit gelangen. All das geht derzeit in den verschiedensten Bereichen besser denn je. Doch was ich ganz wichtig finde ist auch hier diesem „Hustle“ nicht zu verfallen und einen Kurs nach dem anderen zu absolvieren. Hier noch ein Programm, da noch ein Programm und so weiter. Denn das Ziel ist es nicht in einen Selbstoptimierungswahn zu verfallen, denn zum einen bist du gut so wie du bist und zum anderen geht es meiner Meinung nach gerade in diesem Bereich ganz essentiell darum all die neu gewonnen Erkenntnisse und all die Transformationen erst einmal zu festigen und aktiv zu leben. Denn meiner Meinung nach gehört zu einem erfolgreichen Prozess auch eben genau diese Integration. Daher nehmt auch die Zeit eure Erkenntnisse in eurem Leben zu integrieren und zu leben. Denn gerade persönliche Weiterentwicklung ist keine Aneinanderreihung von diversen Kursen und Programmen, sondern ein gelebter Prozess. Die Weiterentwicklung entsteht ja gerade erst durch die Integration und all die neuen Erkenntnisse, welche ihr aktiv in eurem Alltag lebt.

Und zum Schluss möchte ich dir noch ein paar wertvolle Achtsamkeits „take aways“ bzw. inspirierende Impulse mitgeben wie du sowohl arbeitstechnisch, aber auch als Mama oder Papa oder einfach in deinen Privatleben in der Balance bleiben kannst und dir damit den Druck nimmst.

  1. Hör auf dich mit anderen zu vergleichen, die vielleicht schon weiter sind. Gehe in deinem Tempo und gehe deinen Weg step-by-step.
  2. Alles kommt zur richtigen Zeit. Vertrauen darauf.
  3. Ganz egal was andere machen. Sie stehen vielleicht gerade einfach an einem ganz anderen Punkt wie du daher bleib bei dir – du bist der Schöpfer/die Schöpferin deines Lebens.
  4. Höre morgens direkt nach dem Aufstehen in dich hinein und mach einen kleinen Check-in. Verbinde dich mit dir – wie geht es dir? Wie fühlst du dich? Was brauchst du heute für dich?
  5. Mach 2-3 mal am Tag eine kleine „Mikropause“ – schließe die Augen und atme tief ein und aus. Beobachte einfach nur deinen Atem wie er kommt und geht – ganz bewusst in dem gegenwärtigen Moment
  6. Du gibst jeden Tag dein Bestes!
  7. Höre auf deinen Körper und nimm seine Signale bewusst wahr.
  8. Schreibe dir die Dinge auf, die dir guttun und plane sie dir aktiv in deinen Alltag ein z.B. Sport, eine Tasse Kaffee ganz in Ruhe, Yoga, Meditieren, jeden Tag 10 Seiten deines neuen Buches zu lesen, Spaziergang in der Morgenluft usw.
  9. Setze Grenzen und sag auch mal Nein! Ein Nein ist auch immer ein Ja zu dir selbst.
  10. Pack dir deinen Termin Kalender nicht bis oben hin voll. Plane dir aktiv Pausen ein.
  11. Gönne dir eine entspannte Mittagspause.
  12. Mach ein Nickerchen, wenn du das Bedürfnis danach hast.
  13. Verwöhne dich selbst mit einer wohltuenden Massage.
  14. Lass die Wäsche mal Wäsche oder den Haushalt mal Haushalt sein, kuschle dich auf die Couch und hör entspannt ein Hörbuch.

Oder mach einfach mal nichts – rein Garnichts 😉 das kann auch manchmal das Heilsamste sein!

„Life isn´t always about getting faster, higher and further – more often it is just about being!“
~ Tanja Wendel ~

Ich wünsche dir ein wundervolles Wochenende!

Alles Liebe,

Deine Tanja ❤️

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