Optimistisch zu sein bedeutet nicht jeden Tag gut gelaunt zu sein und La Paloma pfeifend durchs Haus zu hüpfen …

Wir alle kennen sie…

…diese Tage, an denen wir uns am liebsten die Decke über den Kopf ziehen und uns der Welt entziehen würden.

Tage an denen wir traurig, mutlos, kraftlos, schlecht gelaunt, vielleicht sogar wütend oder sauer auf uns selbst und vielleicht auch einfach unglaublich genervt sind. Tage an denen wir uns nur wünschen, dass all das, was passiert ist, einfach nicht wahr ist.  

Und aus ganz aktuellem Anlass kann ich dir nur eines sagen: mit all diesen Emotionen bist du absolut nicht alleine 💛

Erst letzte Woche gab es genau jene Tage bei mir.

Ich saß am Vormittag an meinem Laptop und startete ganz normal in meinen Arbeitsalltag. Alles lief und es schien ein ganz normaler Tag zu werden und ich freute mich nun endlich eines der letzten geplanten Projekte zum Abschluss zu bringen und war voller Vorfreude. Als ich nach einer kurzen Pause wieder zurück an meinen Rechner kam und weiterarbeiten wollte, ging auf einmal nichts mehr…mein Laptop hängte sich immer wieder auf, stürzte immer wieder ab und irgendwann konnte ich auf nichts mehr zugreifen. Ich hatte keinen Zugriff mehr auf all meine Ordner und Dateien. Konnte nichts mehr ansteuern geschweige denn irgendwo noch eine Sicherung durchführen.

Der Grund dafür war, dass meine Festplatte nicht mehr reagiert. Sie war defekt. Ich hatte keine Möglichkeit mehr auf irgendetwas zuzugreifen. Alles war auf einmal weg. Alles woran ich das letzte ¾ Jahr mit so viel Herz und Leidenschaft gearbeitet hatte. Alles worin ich so viel Zeit investiert hatte und all die wundervollen Projekte, welche jetzt nach und nach an den Start gehen sollten und von all den privaten Dingen wie Fotos etc. ganz zu schweigen – alles weg in einem Minibruchteil einer Sekunde…mir wurde ganz schlecht und flau in der Magengegend und im ersten Moment brach für mich eine Welt zusammen.

Nach dem ersten Schock und der Hoffnung, dass es vielleicht doch noch irgendwie wieder gehen könnte, realisierte ich aber dann, dass all mein Hoffen umsonst war. Die Festplatte war tot. Ich konnte einfach nichts machen. Dann kam die Wut – die Wut über mich selbst, dass ich nicht schon früher ein Back-up gemacht hatte. Trauer, weil ich vielleicht nicht mehr alle Daten zurückbekomme. Kraftlosigkeit bei dem Gedanken alles noch einmal neu erarbeiten zu müssen und selbstverständlich auch die Frage „warum mir das jetzt gerade passieren musste“. Eben ein prall gefüllter Blumenstrauß an Gefühlen, die wie eine überdimensional große Welle über mich hereinbrachen.

Oft möchten wir genau jene Gefühle zu gerne einfach nur wegdrücken und gar nicht wirklich fühlen. Wir wollen sie nicht fühlen, weil sie weh tun und so unglaublich unangenehm sein können. Doch je mehr wir versuchen sie zu unterdrücken und nicht zu fühlen, desto mehr kommen sie an die Oberfläche, um sich Gehör zu verschaffen. Denn auch sie wollen beachtet und gesehen werden. Und genau das habe ich dann auch gemacht.

Ich habe ihnen Raum gegeben und sie da sein lassen. Zu Beginn hatte ich das Gefühl sie würden immer noch intensiver werden, weil ich mir mehr und mehr des Ausmaßes und der Konsequenzen bewusst geworden bin. Doch je mehr ich regelrecht versucht habe mich in diese „unangenehmen“ Gefühle hineinfallen zu lassen und mich in diese hinein zu entspannen versucht habe, wurde es langsam aber sicher „leichter“.

Und dann habe ich versucht ganz gezielt in jedes Gefühl hinzufühlen und mich selbst dabei zu fragen:

  • was will mir diese Gefühle gerade sagen?
  • was kann ich tun, damit es mir wieder besser geht?
  • was brauche ich jetzt?

Und erst als ich all diesen Gefühlen ihren Raum gegeben habe und mich mit ihnen auseinandergesetzt habe, entstand dieser neue Raum und die Möglichkeit wieder den Fokus nach vorn zu richten. Eben nicht weiter in diesen Gefühlen zu verharren, sondern durch die Akzeptanz und durch das, dass ich sagen konnte „es ist okay, dass ihr da seid…“ – dadurch war es mir wieder möglich mir meine Power zurück zu holen.

„Optimistisch zu sein bedeutet nicht jeden Tag gut gelaunt zu sein und La Paloma
pfeifend durchs Haus zu hüpfen. Nein, vielmehr bedeutet es in jeder Herausforderung
die Gabe zu haben auch das Positive zu erkennen, um dann das Beste daraus zu machen“.
~ Tanja Wendel ~

Und ich glaube ganz genau darin liegt der Schlüssel. Dass wir eben in solchen Situationen, die uns vor unerwartete Herausforderungen stellen unsere Gefühle nicht wegdrücken, sondern sie ganz aktiv zulassen, um dann aus dieser „Opferhaltung“ wieder heraustreten zu können und dann gestärkt und mit klarem Blick die nächsten Schritte nach vorn zu gehen. Denn nicht umsonst sagt man auch, dass in den dunkelsten Stunden auch die Chance für dein eigenes Wachstum liegt. Und so habe ich für mich aus eben dieser Situation auch noch weit mehr Erkenntnisse für mich mitgenommen, über die ich mir vermutlich ohne diesen Vorfall derzeit überhaupt keine Gedanken gemacht hätte. Daher liegt in allem was uns passiert auch immer etwas Positives. Wir müssen uns nur trauen genau hin zu schauen.   

In diesem Sinne wünsche ich dir einen wundervollen Start in diese Woche!

Alles Liebe,
Deine Tanja ❤️

#persönlichkeitsentwicklung #herausforderungen #persönlicheswachstum #gefühle #zulassen #chance #entwicklung #dubistderschöpferdeineslebens #optimistisch #optimismus #achtsam #achtsamkeitimalltag #achtsamkeitscoach #meditation #meditationscoach #tanjawendel #journeytoyoursoul #journeywithyourself

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s