Fällt es dir schwer „NEIN“ zu sagen…?

Ein „NEIN“ ist auch immer ein „JA“ zu dir selbst!

Kennst du das? Deine Woche ist bereits so voll und dein Tag gut getaktet und zeitlich eng strukturiert. Jetzt hast du auch noch jemandem versprochen etwas zu besorgen oder dich um dies oder jenes zu kümmern und so weiter…und alles obwohl du die wenige Zeit, die vom Tag noch übrig geblieben wäre doch eigentlich so gerne für dich selbst genutzt hättest, eigentlich überhaupt keine Lust dazu gehabt hast, dich gesundheitlich nicht fit genug dafür gefühlt hast oder oder oder…

Und dennoch fällt es uns oft so schwer unserem Gegenüber mit einem „nein“ zu begegnen. Aus Angst den anderen damit vielleicht zu verletzten oder zu enttäuschen oder gar am Ende als Egoist dazustehen.  

Wir kennen es alle. Schnell hat man zu etwas „ja“ gesagt und just in dem Moment, wo es einem über die Lippen kommt, fühlt man schon das innere nein.

Hätten wir also von Anfang an „nein“ zu dem anderen Menschen gesagt, wäre das ein ehrliches „ja“ zu uns selbst gewesen. Doch leider passiert das oft, dass wir schneller Mal ja sagen, ohne darüber nachzudenken, welche Auswirkungen es am Ende für uns selbst hat.

Doch warum genau fällt es uns oft so schwer unserem Gegenüber mit einem „nein“ zu begegnen? Warum neigen wir öfter dazu „ja“ zu sagen, obwohl wir innerlich eigentlich genau das Gegenteil meinen?

Da kommen wir relativ schnell zu dem Punkt der „Harmonie“. Die meisten Menschen leben lieber in harmonischen Verhältnissen und Konflikte sind ihnen eher unangenehm. Und da man diesen harmonischen Zustand einem konfliktintensiven Zustand dann doch eher vorzieht, kommt es öfter dazu, dass man „ja“ sagt ohne dabei im ersten Moment so richtig darüber nachzudenken, welche Effekte es auf das eigene Leben hat.

Hier spielen auch die Angst bzw. die Sorge den anderen damit zu verletzen oder zu enttäuschen eine große Rolle. Gedanken wie, „wenn ich jetzt nein sage, dann werde ich vielleicht beim nächsten Mal nicht mehr gefragt, ob ich auch Lust habe“ oder vielleicht die Angst, wenn man sich für ein nein entscheidet, der andere sich aus der eigenen Verletztheit heraus von einem abwenden könnte.

Doch dieses „harmonische ja“ kommt nicht wirklich aus unserem Herzen. Es ist kein aufrichtiges und kein authentisches „ja“. Und genau da liegt das Problem. Das „ja“ entsteht eben aus solch einem Harmoniebedürfnis heraus und daher verbiegen wir uns hier zugunsten des anderen. Wir entscheiden uns mit diesem „ja“ also für den anderen, aber gegen uns selbst.

Wenn man es noch plakativer machen möchte, könnte man auch sagen man verbiegt sich selbst, indem man die eigenen Bedürfnisse ignoriert und hinten anstellt nur um dem anderen gefallen zu wollen.

Frage dich einmal selbst ganz ehrlich…

  • …wie oft hast du schon zu etwas JA gesagt, obwohl du es gar nicht tun wolltest?
  • …wie oft hast du schon JA gesagt, weil du einen anderen Menschen mit deinem Nein nicht verletzten wolltest?
  • …wie oft hast du schon einer Bitte nachgegeben, obwohl du eigentlich erschöpft warst und eine Auszeit für dich dringend gebraucht hättest?

Und dann gibt es da noch unsere ganz eigenen Glaubenssätze. Sie bestimmen unser tägliches Leben und unsere Reaktionen in bestimmten Situationen.  

Glaubenssätze sind unsere inneren Überzeugungen, d.h. unsere Gedanken und Geschichten, die wir uns jeden Tag über uns selbst und unser Leben bzw. das Leben im Allgemeinen erzählen. Wir sind überzeugt von diesen Gedanken, aber uns dessen leider häufig nicht bewusst. Sie sind tief in unserem Unterbewusstsein verankert und führen dazu, dass wir eben die Dinge in unserem Leben so wahrnehmen wie wir sie wahrnehmen und uns dementsprechend verhalten.

Meistens übernehmen wir diese inneren Überzeugungen von unserer Familie, den Menschen in unserem Umfeld, der Gesellschaft in der wir leben oder sie entstehen durch Erfahrungen, die wir im Laufe unseres Lebens gemacht haben.

Und je nachdem wie diese Erfahrungen geprägt sind, haben wir entweder positive oder negative Glaubenssätze entwickelt.

Und so kann es auch sein, dass es uns aufgrund unterbewusst vorhandener Glaubenssätze wie z.B.

  • Ich muss anderen helfen
  • Konflikte sind etwas Negatives
  • Erst kommen die anderen und dann komme ich
  • Ich kann nicht „nein“ sagen
  • Ich darf andere nicht verletzen
  • Ich will niemanden enttäuschen
  • Eine Einladung lehnt man nicht ab
  • Wenn ich an mich denke ist das egoistisch
  • usw.

schwerfällt in bestimmten Situationen „nein“ zu sagen. Und vielleicht kommt dir der ein oder andere Glaubenssatz bekannt vor oder vielleicht hast du einen ähnlichen.

Was denkst du also wird wohl geschehen, wenn wir solch Gedanken denken oder glauben?
Was denkst du – wird man wohl mit einem Glaubenssatz wie „ich kann nicht „nein“ sagen“ ein ehrliches, authentisches „ja“ für sich selbst durchsetzen? Ganz genau, vermutlich eher nicht.

Da das Thema Glaubenssätze so ein ungemein spannendes und tiefgreifendes Thema und eines meiner Herzensthemen ist, werde ich hierzu in naher Zukunft sicher noch einen separaten Blog Artikel dazu schreiben, denn das würde hier jetzt den Rahmen sprengen.

Dennoch möchte ich dir noch einen ganz wichtigen und super effektiven Notfall Tipp mit an die Hand geben, der dir in solchen Situationen sehr hilfreich sein kann. Er hilft dir dabei zu überdenken und zu schauen, ob sich ein „ja“ für dein Gegenüber negativ für dich und deine eigenen Bedürfnisse auswirkt oder eben nicht. Und dieser Tipp ist ganz einfach! NIMM DIR EINE BEDENKZEIT

„Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum.
In diesem Raum liegt unsere Macht zur Wahl unserer Reaktion.
In unserer Reaktion liegen unsere Entwicklung und unsere Freiheit“

Viktor Frankl

Verschaffe dir etwas Zeit, um in Ruhe darüber nachzudenken bevor du das nächste Mal wieder zu schnell zu etwas „ja“ sagst, dass du vielleicht gar nicht möchtest. Das kannst du ganz einfach indem du deinem Gegenüber sagst „ich werde darüber nachdenken, ob das geht bzw. in meinen Zeitrahmen passt und ich melde mich dann bei dir. Ich gebe dir gerne bis spätestens morgen Bescheid“. So hast du in Ruhe Zeit nochmal für dich zu schauen wie sich das für dich anfühlt, was dein Bedürfnis gerade vielleicht ist und ob es dir selbst guttut oder es dich doch nur noch mehr unter Druck setzt bzw. du damit über deine eigenen Grenzen gehst.

Zum Schluss habe ich noch ein paar liebevolle Impulse zusammengestellt wie du respektvoll mit einem „nein“ klare Grenzen für dich und deine eigenen Bedürfnisse ziehst und so gut für dich selbst sorgst.

Vielleicht fragst du dich aber immer noch, ob es überhaupt geht „nein“ zu sagen ohne jemanden damit zu verletzten. Ich sage dir JA, das geht. Verwende die Höflichkeit deines Herzens was soviel bedeutet wie sei ehrlich und authentisch. Antworte auch gerne mit einem „es tut mir leid, aber…“ Eine Entschuldigung ist nicht nur ein Schuldeingeständnis, sondern auch eine Art der Höflichkeit.

  1. Es tut mir wirklich sehr leid, aber nein, danke.
  2. Ich habe aktuell ziemlich viel um die Ohren, daher wird es mir ehrlich gesagt zu viel.
  3. Ich muss dir leider absagen, aber ich lass dich wissen, falls sich doch noch etwas bei mir ändert.
  4. Ich freue mich total, dass du mich gefragt hast, aber ich muss dir leider absagen.
  5. Ich freue mich, dass du an mich gedacht hast, aber das ist leider nichts für mich.
  6. Nein, das kann ich nicht machen, aber was ich dir anbieten kann ist, dass ich….
  7. Unter anderen Umständen wäre das möglich, aber jetzt aktuell muss ich leider Nein sagen
  8. Ich kann total gut verstehen, dass du hier meine Hilfe benötigst, aber leider muss ich ablehnen
  9. Es fühlt sich nicht gut an, wenn ich zusage, da ich dann über meine eigene Grenze gehe und meine Bedürfnisse ignoriere und das möchte ich nicht. Daher muss ich dir absagen.

Es ist so wichtig, dass du gut für dich sorgst, um so in deiner eigenen Balance zu bleiben. Es ist wichtig, dass du deine Grenzen respektvoll und liebevoll absteckst und das Schöne daran ist dein Gegenüber wird erkennen, dass es völlig in Ordnung ist und nichts mit ihr/ihm persönlich zu tun hat und derjenige auch selbst das Recht hat seinen Grenzen anderen gegenüber zu jeder Zeit und zu jedem Moment zu ziehen indem er/sie zwar „NEIN“ zu dem anderen sagt, aber liebevoll und ehrlich „JA“ zu sich selbst.

Daher vergiss nicht, du hast immer die Wahl und die Freiheit für dich zu wählen. Your life – your rules. In diesem Sinne, sei achtsam und liebevoll mit dir und sorge gut für dich!

Hab ein wundervolles Wochenende,
Deine Tanja ❤️

#grenzensetzen #selflove #selbstfürsorge #fürsichsorgen #einneinisteinjafürdich #neinsagen #mindset #selbstliebe #selfcare #motivation #bewusstsein #freiheit #duhastdiewahl #yourlifeyourrules #dankbarkeit #bewusstleben #leben #innersight #achtsamkeitstrainerin #achtsamkeitimalltag #dankbar #happyme #mindfulnesscoaching #mindfulnessmeditation #meditationsleiterin #coaching #persönlichkeitsentwicklung #tanjawendel #journeytoyoursoul #journeywithyourself

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s