Warum Achtsamkeit dein Leben positiv verändern kann

Das Wochenende ist vorüber und gefühlt vielleicht auch schon wieder für den ein oder anderen viel zu schnell vorbei. Kennst du dieses Gefühl, wenn du am Sonntagabend dasitzt und merkst, dass du gar nicht mehr so richtig weißt was du am Wochenende alles so gemacht hast bzw. wie überhaupt deine ganze Woche so war?  Du das Gefühl hast die Tage rasen irgendwie nur so an dir vorbei und du hetzt bzw. lebst von einem in den anderen Tag hinein, merkst aber, dass du in all den Momenten gar nicht so richtig da bist?

Der Begriff Achtsamkeit ist in aller Munde und gefühlt wirft ein jeder mit diesem Begriff um sich – doch was genau bedeutet dieses achtsam sein denn jetzt wirklich?

Achtsamkeit lehrt uns, bewusst im Hier und Jetzt zu leben und sich mit dem gegenwärtigen Moment auseinander zu setzen und nicht in der Vergangenheit oder der Zukunft zu verweilen. Sie ist die bewusste Aufmerksamkeit sowie die Fähigkeit, diese zu kontrollieren. Das bedeutet, wir können selbst ganz bewusst steuern, auf was wir aufmerksam sein wollen und auf was nicht und wir können auch selbst bestimmen wie lange wir den Dingen oder Ereignissen unsere Aufmerksamkeit schenken möchten.

Daher ist Achtsamkeit eine der kraftvollsten Methoden, um dein Leben nachhaltig zu transformieren und dich dadurch erfüllter & glücklicher zu fühlen und folglich dann auch so zu leben.

Hier findest du zum Beispiel einen kleinen Auszug von Dingen, welche eine regelmäßige Achtsamkeitspraxis an positiven Effekten mit sich bringen können:

  • Du entdeckst eine neue Welt, indem du die Chance hast all das wahr zu nehmen, was dir bisher durch die Unbewusstheit & Unachtsamkeit überhaupt nicht aufgefallen ist
  • Du erkennst Stressfaktoren in deinem Leben und kannst sie eliminieren oder zumindest reduzieren
  • Du lernst dich selbst, deine Gedanken und deine Gefühle besser kennen & verstehen
  • Du kannst diese bewusst ändern
  • Du kannst erkennen, welchen Einfluss deine Gedanken auf dich & dein Leben haben
  • Du kannst die Perspektive wechseln und somit Gewohntes auf einer anderen Weise wahrnehmen
  • Du hinterfragst deine üblichen Reaktionen & Verhaltensmuster
  • Du kannst aus Abläufen, welche du dir über die Jahre hinweg als Gewohnheit angeeignet hast, ausbrechen
  • Du wirst ruhiger & gelassener
  • und so vieles mehr!

Doch dieses „lebe im Hier und Jetzt“ hört sich vielleicht im ersten Moment gar nicht so schwer an – ist aber oftmals doch schwieriger für uns im Leben umzusetzen als uns lieb ist. Es bedarf nun einmal viel Übung diese Achtsamkeit in unsere Tage zu integrieren und sie zu einem festen Bestandteil in unserem Leben zu machen. Denn oft sind wir in unserem Alltag mit so vielen kleinen Dingen beschäftigt. Unsere Gedanken rasen von einem Thema zum nächsten, Dinge aus der Vergangenheit oder der Zukunft, die alltägliche Informationsflut, Gedanken rund um den Einkauf, dem Konflikt mit dem Chef, dem alltäglichen Programm für die Kinder, dem „was koche ich heute Abend oder morgen“ Thema, der Planung für das nächste Wochenende oder vielleicht auch bereits dem nächsten Urlaub. Und leider sind wir meistens eben nicht da, wo wir selbst in diesem Moment gerade sind.

Doch warum ist das so? Das ist so, weil du die meiste Zeit des Tages in einer Art „Autopilot-Modus“ unterwegs bist. Damit meine ich, dass du mit all deinen Gedanken und deiner Konzentration – deinem Fokus – nicht wirklich bewusst bei dir bist. Ich sage nur „Multitasking“. Wie viele Dinge machst du in deinem Alltag parallel? Was machst du zum Beispiel, wenn du mit jemandem telefonierst – vielleicht nebenher eine Waschmaschine anstellen, Wäsche aufhängen oder etwas aufräumen? Du sitzt in deinem Sessel, liest in einer Zeitschrift, aber schweifst die ganze Zeit ab und überlegst dies oder jenes. 

Wann hast du zuletzt einmal ganz bewusst deine Tasse Tee oder Kaffee genossen? Wann hast du zuletzt wirklich einmal ganz bewusst beim Essen auf all die verschiedenen Geschmacksrichtungen geachtet? Wir machen mittlerweile so viele Dinge nebeneinander, so dass wir in diesem Autopilot-Modus wie ferngesteuert unseren Gedanken folgen und nicht mehr wirklich mitbekommen was gerade um uns herum passiert. Wir merken, dass wir öfter erschöpft und gestresst sind und eigentlich auf der Suche nach diesem Zustand des inneren Friedens sind. Und leider haben wir oftmals auch überhaupt keine Ahnung mehr wie es uns eigentlich wirklich geht, wenn wir von jemandem danach gefragt werden. Wir haben verlernt in dem Moment zu sein.

Wenn wir im Hier und Jetzt sind, ohne uns von unseren Gedanken ablenken zu lassen, den Fokus somit ganz auf uns gerichtet haben und konzentriert handeln, dann erfahren wir den Zustand wahrer innerer Ruhe. Vielleicht kennst du diesen Zustand auch selbst bei dir, wenn du völlig im Flow bist und etwas tust was du liebst. Bei mir ist das zum Beispiel joggen gehen, kreativ arbeiten, gute Gespräche führen, mich in meinen Lieblingsthemen weiterbilden, meditieren etc. Vielleicht ist es bei dir ein anderer Sport wie beispielsweise Yoga, surfen, biken oder wandern. Vielleicht ist es aber auch ein fesselndes Buch, ein gutes Gespräch, vielleicht malst du gerne oder du beobachtest am Strand gerne einen schönen Sonnenauf- oder untergang. In all diesen Momenten ist unser Geist ruhig – doch weshalb? Weil wir etwas machen was wir gerne machen. Etwas was uns Freude bereitet. Etwas was uns gut tut.

Doch wie gelingt es dir diesen Zustand im Alltag selbst zu erschaffen. Gerade wenn all jene Dinge nicht da sind, die dein Herz sprichwörtlich hüpfen lassen und dich völlig in ihren Bann ziehen?

1. Werde Beobachter deiner Gedanken
Wir erzählen uns jeden Tag zwischen 60.000 und 70.000 Gedanken. Ist das nicht unglaublich? Doch wie viele davon sind wohl positiv an uns gerichtet? Ganz genau, der Großteil dieser sind nutzlos und negativ. Daher ist Achtsamkeit ein so kraftvolles Tool, um in deinem Alltag inne zu halten und bewusst wahrzunehmen, wo deine eigenen Gedanken gerade sind und ob du sie da auch wirklich haben möchtest.

Frage dich daher im ersten Schritt – wo bin ich gerade mit meinen Gedanken? Und dann – wie fühle ich mich dabei, wenn ich diesen Gedanken denke? Versuche diesen nicht zu bewerten, sondern einfach nur wahrzunehmen – auch wenn du vielleicht gerade einen negativen Gedanken hast. Und dann lass die Gedanken wieder los und bringe deine Aufmerksamkeit wieder zu dir und in diesen Moment zurück. Es ist so in etwa wie wenn du dich aus der Situation hinaus zoomen würdest und aus einer Art Vogelperspektive einen objektiven Blick mit einem emotionalen Abstand wirfst.

2. Sei aufmerksam
Wie fühlst du dich, wenn dir dein Gegenüber aufmerksam zuhört? Richtig, du fühlst dich gesehen, wertgeschätzt, wichtig usw. Daher sei auch du aufmerksam, denn zuhören bedeutet nicht nur die Worte des Gegenübers zu hören, sondern sie auch wirklich wahrzunehmen. Du wirst sehen wie aus dieser Aufmerksamkeit eine neue Tiefe entstehen kann.

3. Konzentriere dich bewusst auf die Dinge, die du tust
Mach es dir zur Aufgabe, bei allem was du tust voll und ganz mit allen Sinnen dabei zu sein. Wenn du z.B. spazieren gehst, achte bewusst auf deine Umgebung, das Licht, die Farben, die Gerüche usw.
Beim Essen achte mal ganz bewusst auf den Geschmack. Spüre morgens ganz bewusst in dich hinein und nimm wahr wie du dich fühlst.

4. Schaffe dir kleine Achtsamkeitspausen im Alltag 
Richte deinen Fokus immer wieder auf deinen Atem. Diese Übung kannst du wirklich überall machen. Sei es beim Warten an der Supermarktkasse, an der Bushaltestelle oder U-Bahn Station, an deinem Schreibtisch oder oder oder. Dein Atem bringt dich automatisch immer wieder direkt ins Hier & Jetzt. Wenn du vielleicht selbst auch meditierst, kommt dir das sicher sehr bekannt vor 🙂

5. Versuche zu entschleunigen
Das heutige Leben gleicht oft einem Leben auf der Überholspur. Alles ist so unfassbar schnell geworden. Diese 24/7 Erreichbarkeit in unserer heutigen Welt und dem Druck innerhalb weniger Minuten auf E-Mails oder WhatsApp Nachrichten antworten zu müssen, macht es uns schwer sich gegen diesen Druck zu stellen. Aber mach langsam! Setzt dir zum Beispiel Time Slots wann du Mails beantwortest oder stelle dein Telefon auf lautlos, wenn du konzentriert an etwas arbeiten möchtest. Du bestimmst, wann du auf eine Aktion reagierst! Schalte nicht sofort das Handy an, wenn du morgens die Augen aufgemacht hast. Vielleicht hast du eine Morgenroutine mit der du gut und entspannt in den Tag starten kannst. Wenn nicht überlege dir wie solch eine vielleicht aussehen könnte und etabliere sie.

Vielleicht hast du ja deine ganz eigene Achtsamkeitspraxis bereits in deinem Leben integriert. Ganz gleich ob du jetzt gerne damit anfangen möchtest oder diese schon fest in deinem Alltag ihren Platz gefunden hat – ich würde mich freuen von dir zu hören, welche Veränderungen sich durch Achtsamkeit in deinem Leben ergeben haben.

Ich wünsche dir einen wundervollen Abend.

Alles Liebe,

Deine Tanja

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