Wie du es schaffst dich selbst aus einem emotionalen Tief herauszuholen!

Wir alle kennen Momente in denen es uns emotional nicht gut geht. Ich möchte heute gerne über Situationen sprechen, die uns ganz gezielt durch äußere Einflüsse in ein emotionales Tief reißen – ohne Vorwarnung von jetzt auf gleich. Situationen in denen unsere Gedanken dann wie in einer Achterbahnfahrt in unserem Kopf umherschwirren und uns die wildesten Geschichten erzählen. Vielleicht kennst du selbst Situationen in denen dir so etwas schon einmal passiert ist. Es ist ein bestimmter Moment in dem jemand etwas macht oder sagt und es direkt etwas mit dir macht. Vor ein paar Minuten war alles noch wunderbar doch dann passiert es und deine Gefühle brauen sich zusammen wie ein Sturm. So schnell und ungehemmt, voller Kraft und unglaublich intensiv. Und ohne im ersten Moment so recht zu verstehen was da eigentlich gerade mit einem selbst passiert, breitet sich dieser unglaublich emotionale Sturm weiter und weiter aus.

Ich möchte dir gerne von einer Situation erzählen, welche mir vor einiger Zeit emotional ziemlich zu schaffen gemacht hat. Damals hat jemand etwas zu mir gesagt, was direkt ein ziemliches Kopfkino in mir ausgelöst hat. Wie oben erwähnt begannen auch meine Gedanken in diesem Moment reiß aus zu nehmen und tobten wie eine Herde wild gewordener Affen durch meinen Kopf. In dem Moment selbst konnte ich aber noch überhaupt nicht benennen oder für mich sehen was wirklich dahintersteckt. Es hat mich einfach so überrollt und je mehr Zeit verging desto mehr spürte ich die Verletztheit und Enttäuschung, die langsam aber sicher in mir aufstieg. Ich bemerkte wie ich in diesen „negativen“ und mir gegenüber abwertenden Gefühlen hing und aus diesem Gefühlssturm nicht mehr wirklich herauskam. Aus dieser für mich total negativ aufgeladenen Gefühlswelt heraus motzte ich auf einmal auch mehr und mehr meine Kinder an und schon in dem Moment als meine Worte meinen Mund verließen, sagte ich mir in Gedanken „Tanja, übernimm die Verantwortung für dich, die Kinder können rein Garnichts für dein Gefühlschaos!“. So etwas sagt sich natürlich in solchen Momenten immer leichter als es dann auch wirklich umzusetzen ist, aber durch diese erste Erkenntnis, dass es an mir, in mir und nicht an dem Verhalten der Kinder lag, rief ich sie kurze Zeit danach zusammen und erklärte ihnen wieso ich gerade so reagiere wie ich reagiere und dass ich gerade ein Gefühl bzw. mehrere Gefühle von Enttäuschung, Verletztheit und Traurigkeit in mir habe, die ich noch nicht wirklich einordnen kann. Mir es aber wichtig ist ihnen zu sagen, dass es nicht an ihnen liegt, sondern ich gerade mit diesen starken Gefühlen in mir nicht so zurechtkomme. Und da stand ich nun mitten in meinem emotionalen Sturm.


Was kann man nun selbst machen, um diesem Sturm wieder Herr zu werden. Ihn einzuordnen und für sich klar zu bekommen was da eigentlich gerade wirklich passiert?

Einige Menschen neigen dazu sich abzulenken, um nicht in dieses Gefühl hinein spüren zu müssen. Abzulenken indem man sich vielleicht ständig verabredet, feiern geht, Alkohol trinkt, manche gehen sogar ins Spielcasino oder wiederum andere lenken sich mit einem Fernsehmarathon und der Flucht in ihre Lieblingsserien auf Netflix ab. Doch dem Sturm nicht ins Auge zu sehen ist wie die Augen vor etwas zu verschließen in der Hoffnung, dass es nicht mehr da ist, wenn man sie wieder öffnet. Doch es wird bleiben solange man sich nicht seinen Gefühlen stellt. Du kannst dich also weiter von dem Sturm umherwirbeln lassen, von ihm davonrennen oder dich ständig gegen ihn stellen. Ganz egal wofür du dich entscheidest – alles wird dich enorm viel Energie kosten und dieses emotionale Tief nicht auflösen.

„Vor seinen eigenen Gefühlen weglaufen ist in etwa so,
wie die Augen zu schließen in der Hoffnung,
dass sie nach dem wieder öffnen nicht mehr da sind.“
~ Tanja Wendel ~

Die Lösung liegt in dir – dafür musst du dich aber deinen Gefühlen stellen. Und glaube mir du wirst die Antworten in der Stille in dir finden. Du kannst es dir in etwa so vorstellen – du stellst dich diesem gewaltigen Sturm mit erhobenem Haupte. Du heißt ihn mit offenen Armen willkommen und schaust in das Auge des Sturms und fühlst einmal in dieses Gefühl, welches in dir ist. Bleibst einmal ganz ruhig und beobachtest für dich und versuche es einfach einmal wahrzunehmen – ganz bewusst. Ja, das kann sich manchmal richtig richtig scheiße anfühlen und auch weh tun. Aber fühle dieses Gefühl und lass es da sein – es darf da sein. Und versuche mal auf dieses Gefühl mit Mitgefühl dir selbst gegenüber zu blicken. Sei liebevoll zu dir selbst und schenke dir eine liebevolle Umarmung. Wenn es dir leichter fällt, stell dir vor bzw. versuche dich in die Lage hineinzuversetzen was du in dieser Situation & dem Gefühl einer guten Freundin oder Freud raten würdest. Du wirst merken wie es nach und nach schon etwas leichter wird, da du durch das Mitgefühl die Perspektive wechselst – raus aus diesem negativen Gefühl sei es Wut, Trauer, Verletztheit, Eifersucht, Hilflosigkeit, Überforderung oder oder oder hin zu Mitgefühl. Mitgefühl dir selbst gegenüber. Und automatisch kommst du durch diesen liebevollen Blick auf dich selbst raus aus diesem negativen Gefühl hin zur Selbstliebe. Du bekommst die Möglichkeit Lösungen zu finden. Du wirst die Erfahrung machen, dass man Gefühle auch einfach „nur“ beobachten und annehmen kann, sich nicht in sie hineinsteigern oder sie wegdrängen muss und du dir dadurch selbst einen ganz neuen Zugang zum Fühlen ermöglichst.

Und dann im nächsten Schritt sei einmal ganz ehrlich zu dir selbst und frage dich „welcher Gedanke bzw. welche Angst steckt eigentlich wirklich dahinter?“ Mach es dir gemütlich und richte deinen Blick nach innen. Denn dieses Gefühl, welches sich gezeigt hat, kommt von dir und aus dir! Und solange du nicht hinschaust wird es sich nicht auflösen. Daher schau einmal welcher Gedanke hinter diesem Gefühl steht.

Bei mir war es das Gefühl von Angst, Enttäuschung und Verletztheit und der Gedanke dahinter war, dass ich diese Person verlieren könnte bzw. demjenigen nicht mehr so wichtig sein könnte. Und dann frage dich einmal ganz ernsthaft, ob dieser Gedanke und damit auch die Geschichte, welche du dir damit selbst in deinem Kopf erzählst, wirklich wahr ist?! Ist das was du dir da erzählst wirklich wahr? Und verweile nicht in der Situation wie sie war, denn sie liegt bereits in der Vergangenheit und du kannst sie ohnehin nicht mehr ändern – genauso aber bringt es auch nichts sich verrückt zu machen und sich zu fragen „aber wie wird das jetzt alles in Zukunft sein“, denn diese ist einfach noch nicht da. Denn wenn man sich dieses Kopfkino weiter ausmalt und all diese negativen Gefühle der Verletztheit, Wut oder was es auch immer es bei dir sein mag in sich behält und dann das nächste Mal auf diese Person trifft, dann wird man sich paradoxerweise genau solch ein Szenario erschaffen. Stichwort „self fulfilling phrophecy“. Daher ist es so wichtig sich wirklich zu fragen, ob das wirklich stimmt was man sich in seinem Kopf für Geschichten erzählt.  

„Deine Gedanken erschaffen deine Realität“

Frage dich daher wirklich ganz ernsthaft, welcher Gedanke steckt hinter dem Gefühl, der dieses Tief ausgelöst hat? Möchte ich das wirklich fühlen? Ist dieser Gedanke und die Geschichte, welche ich mir damit selbst erzähle wirklich wahr? Und hilft mir dieses Gefühl, dieser Gedanke mir das Leben zu erschaffen, welches ich für mich möchte?

Ich muss nicht alles glauben was ich denke. Wir denken den ganzen Tag so viel und das wenigste davon ist wahr. Aber umso öfter wir einen Gedanken denken desto wahrer wird er.

Dieses ehrliche „hinschauen“ war für mich so powervoll, da ich dadurch erkannt habe, dass die Geschichte, welche ich mir bereits begonnen hatte selbst zu erzählen einfach totaler Quatsch war und die Gefühle der Verletztheit, der Angst und der Trauer völlig unnötig waren. So konnte ich mich selbst aus diesem emotionalen Sturm wieder in ruhige Gefilde bringen und dafür bin ich sehr sehr dankbar.  

Wenn du etwas für dich mitnehmen konntest würde ich mich freuen, wenn du es mit mir teilst. Gerne hier auf meinem Blog, auf Instagram oder Facebook. Und vielleicht versuchst du es ja selbst einfach mal in einer der nächsten Situationen anzuwenden, wenn du das Gefühl hast ein wahrhaftig emotionaler Sturm bricht gerade über dich herein.  

Alles Liebe,
Deine Tanja ❤️

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