Angst beginnt im Kopf. Mut aber auch.

Den Schritt ins Ungewisse wagen oder wie man so schön im Englischen sagt „to jump off the cliff“. Den Zauber des Anfangs genießen und doch zugleich den Respekt zu haben vor dem was kommt. Doch wie heißt es so schön „wer nicht wagt, der nicht gewinnt“.

Als ich mein Coaching begonnen hatte war eine der zentralen Fragen auch „wie finde ich meine Berufung?“. Je intensiver das Coaching wurde und je mehr ich in meinem persönlichen Keller aufzuräumen begann, lichtete sich das Chaos und ich bekam erste Erkenntnisse und Vorstellungen in welche Richtung es gehen könnte. Die Zeit ging ins Land und meine Idee nahm mehr und mehr Form und Gestalt an.

„Angst beginnt im Kopf. Mut aber auch.
~ Autor unbekannt ~

Jetzt wo ich kurz vor dem Ende stehe, ging es an einem Tag noch einmal um das Thema Lebensvision. Und obwohl ich in den vergangenen Monaten eine sehr konkrete Vorstellung von dem bekommen habe, wohin die Zeit mich tragen soll, stand ich an diesem Abend auf einmal gefühlt vor dem Nichts. Alles war weg. All meine Vorstellungen, welche ich doch schon so oft formulieren und auch mittlerweile so detailliert zu Papier bringen konnte. Alles was ich auch bereits vor meinem geistigen Auge sehen konnte. Alles was ich auch bereits fühlen konnte – all das war auf einmal weg. Ich spürte nur Zweifel und das Gefühl der Angst, welche mich förmlich zu überrollen schienen und wie ein Strudel nach unten zogen.
Da war er wieder, mein innerer Kritiker oder manche nennen es auch das Ego, welches sich da meldet und einen schön versucht in der Komfortzone zu halten. Leise, aber mit immer durchdringenderer Stimme schwirrten mir Fragen durch den Kopf. Fragen wie „aber was ist, wenn ich da komplett in die falsche Richtung gehe“, „wenn das vielleicht doch nicht das Richtige ist“ und und und. Das Risiko etwas Neues zu wagen ist immer groß. Denn niemand kann einem die 100%-ige Garantie dafür geben, dass das, was man vor hat, auch funktionieren wird. Aber was ist die Alternative?

Und da kam mir ein unglaublich inspirierendes Interview mit Elizabeth Gilbert in den Sinn, welches ich neulich gehört hatte. Elizabeth Gilbert ist eine US-amerikanische Schriftstellerin, die den Weltbestseller „Eat – Pray – Love“ geschrieben hat. Julia Roberts spielt in dem dazugehörigen Film die Hauptrolle und nimmt uns mit in das Leben der Elizabeth Gilbert. Vielleicht kennst du den Film ja sogar.

„Deine innere Stimme zu hören, nennt man Aufmerksamkeit.
Ihr dann auch zu folgen, nennt man Mut.“
~ Tanja Wendel ~

In diesem Interview ging es eben darum seiner inneren Stimme, dem inneren Aufruf, zu folgen. Den Sprung zu wagen und zu vertrauen. Und als sie eben diesen Schritt wagte und ihr Leben hinter sich ließ und für etwas Neues aufbrach, verspürte sie eben auch jene Angst komplett in die falsche Richtung zu gehen. Die Angst Zeit in etwas zu investieren was einen am Ende vielleicht noch weiter von einem selbst oder von dem entfernt was man in seinem Leben möchte. Und ja, exakt diese Angst habe ich jetzt aktuell auch. Angst das falsche zu tun – in die falsche Richtung zu gehen. Das Gefühl erst einmal in das Ungewisse aufzubrechen, feuert meinen inneren Kritiker noch mehr an mir weiter einzureden es doch besser sein zu lassen. Besser auf dem alt bekannten Weg zu bleiben. Und ich glaube auch, dass der Zeitpunkt an dem nun jene Angst und jene Zweifel in mir hochsteigen nicht ohne Grund genau JETZT ans Tageslicht kommen. Denn genau jetzt stehe ich eben kurz vor dieser Entscheidung in welche Richtung ich gehen möchte. Ich stehe sozusagen schon an der Klippe und bin kurz vor dem Absprung.  

Und was bei uns allen gleich ist, wenn wir für eine neue Idee losgehen ist, dass wir alle förmlich vor Energie sprühen. Wir sind aufgeregt, sprudeln nur so vor Begeisterung, sind absolut optimistisch und voller Hoffnung und Vertrauen. Und dann kommen wir irgendwann an den Punkt an dem wir nochmal auf den Anfang zurückschauen und uns dann die Zweifel einholen. Ist es das wirklich? Bin ich wirklich sicher, dass das funktionieren wird? Wieso denke ich gerade, dass ich das machen könnte? Und allen denen ich von meiner Idee erzählt habe und die schon damals nicht positiv oder eben sehr verhalten darauf reagiert haben, werden jetzt bestimmt sagen, dass sie es doch gewusst haben und so weiter…
Eben genau diese Dinge, die wir uns erzählen und welche uns verunsichern und zweifeln lassen.

Doch ganz ehrlich was ist die Alternative? Einfach aufhören und nicht weitergehen? Nicht den Blick über den Tellerrand wagen und die Nase in den Wind des Ungewissen stecken? Wenn ich an diesem Punkt nicht weitergehe, dann werde ich niemals herausfinden können wie sich das Neue für mich anfühlt. Wie es sich mit dem Neuen lebt. Ob es vielleicht genau das Richtige ist und ich meiner inneren Stimme, meiner Intuition, vertrauen kann.
Nein, wenn ich nicht weitergehe, dann würde ich wieder in das Leben gehen, welches ich in einigen Punkten ja nicht wirklich als erfüllend empfinde und welches mich auf Dauer auch nicht zufrieden und glücklich macht. Ist das dann wirklich die bessere Alternative? Ich denke nicht, denn wenn ich mein „warum“ kenne, mache ich es in erster Linie für mich selbst und dann wird es mich, egal wie es kommen wird, in irgend einer Weise weiterbringen und daran wachsen lassen. Und auch wenn Rückschläge kommen – und diese kommen sicherlich auch – wäre es doch extrem schade direkt bei den ersten heftigeren Wellen wieder zurück in die alte Komfortzone zu kehren und denselben alten Trott zu leben, der einen ja irgendwann aber eben genau an diesen Punkt gebracht hat sich für etwas Neues zu entscheiden und dafür los zu gehen.

Ich denke auch, dass es überhaupt nicht darum geht zwangsläufig etwas Heroisches zu erschaffen. Mehr sollte doch der Fokus darauf liegen etwas zu erschaffen was einem selbst Glück und Zufriedenheit bereitet. Etwas was einen selbst erfüllt. Denn es wird immer Menschen geben denen meine Ideen, meine Art zu leben, meine Ansichten etc. nicht gefällt. Doch wichtig ist doch wie ich es selbst finde und wenn es mich erfüllt und glücklich macht, kann es doch sicherlich nicht der falsche Weg sein, oder?

Und so nehme ich nun meinen inneren Kritiker an der linken und die Angst liebevoll an meine rechte Hand und gehe Schritt für Schritt weiter. Spüre die beiden dennoch, aber schon nicht mehr ganz so bedrohlich. Und mit dem Blick auf mein ganz persönliches „WARUM“ spüre ich wieder, dass das, womit ich mich weiter beschäftigen möchte, eben genau das ist, was mich tief in meinem Inneren interessiert und wofür ich brenne. Daher vertraue ich nun meiner inneren Stimme und wage mit diesen beiden Wegbegleitern an meiner Hand den Sprung.   

Vielleicht kannst du etwas davon für dich mitnehmen, das würde mich sehr freuen.

Hab einen ganz wundervollen Tag,
Deine Tanja ❤️

#glaubeandichselbst #believeinyourself #dubistsovielmachtvolleralsdudenkst #personalstrength #vision #nextstep #heartovermind #fear #selfreflection #personalgrowth #movingforward #livelifetothefullest #thoughts #gedanken #emotions #innerestimme #journeywithyourself

Pic by Canva

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s