Take nothing for granted!

Es war irgendwann gestern Morgen – die genaue Uhrzeit kann ich überhaupt nicht mehr benennen, denn irgendwie verschwamm für mich ab diesem Moment Raum und Zeit. Ich erfuhr, dass aus unserem Freundeskreis die Frau eines guten Freundes verstorben sei. Sie sei nun eingeschlafen hieß es – ein Satz, welcher eigentlich so alltäglich und unbedrohlich daherkommt doch unter diesen Umständen nun über eine immens große Tragweite verfügt. Ich saß mit den Kindern am Frühstückstisch und spürte förmlich wie es mir den Appetit verschlug. Die Sonne schien und der Himmel strahlte in seinem blauesten blau. Doch in mir verloren die Farben ihre Leuchtkraft und machten Platz für ein trauriges und schweres grau.

Als die Kinder zum Spielen aufgestanden waren, saß ich immer noch da. Saß da mit meinem mittlerweile lauwarm gewordenen Latte Macchiato in den Händen und schaute aus dem Fenster in die Ferne. Und obwohl ich mit ihr selbst nicht so eng verbunden war, hielten mich dennoch die Gefühle der Betroffenheit und Traurigkeit fest in deren Bann. Sie legten sich über mich und für einen längeren Moment schien es so als würden sie wie ein bleiernes Hemd auf mir liegen. Mir begannen die Tränen über die Wangen zu laufen und ich konnte sie zutiefst spüren – die Trauer, die Hoffnungslosigkeit, diese „Warum“ Fragen, welche einen in diesen Momenten aber überhaupt nicht weiter bringen und diese unglaubliche Schwere, die einen fast zu erdrücken scheint.

Durch den trubeligen Alltag mit drei Kindern war ich den restlichen Tag dann jedoch gut abgelenkt. Doch am Abend, als ich vor den Betten meiner schlafenden Kinder stand, überkam es mich wieder. Die Frau unseres Freundes – sie haben selbst auch noch kleine Kinder. Und da stand ich nun und strich jedem meiner Kinder noch einmal tausend Mal bewusster über den Kopf und gab ihnen einen sanften Kuss auf die Wange. Wie sie da lagen – wie kleine Engel. Und da war sie wieder – diese Traurigkeit. Als ich darüber nachdachte, wie sich nun wohl die Kinder fühlen müssen mit dem Wissen, dass ihre Mama von ihnen gegangen ist und nie wieder zurückkommen wird. Aber auch aus der Perspektive der Mutter – zu wissen, dass man sterben muss und nicht mehr die Möglichkeit haben wird die eigenen Kinder weiter aufwachsen zu sehen…ein unfassbar schrecklicher und kaum auszuhaltender Gedanke, der mich mit dem Schmerz, welchen er mit sich bringt, ganz tief berührt.
Ja, sicherlich gehört der Tod zum Leben dazu, aber ganz egal zu welchem Zeitpunkt und aus welchem Grund man einen geliebten Menschen verliert – es ist immer zu früh und es tut immer unglaublich weh.

Mich hat das Ganze sehr zum Nachdenken gebracht. Vielleicht der Tatsache geschuldet, weil sie eben selbst Mutter war, so wie ich es bin und zum anderen sicherlich auch, weil sie noch so jung war. Sie hatte im Prinzip doch noch ihr ganzes Leben vor sich. Sie hätte doch noch so unglaublich viel in ihrem Leben erleben können.

Wieso sie nun schon gehen musste ist wohl eine Frage, bei der es müßig ist nach einer Antwort zu suchen. Diese wird wohl nur schwer zu finden sein – zumindest wird man sie sicherlich nicht zum jetzigen Zeitpunkt finden. Doch mir schoss der Satz „Take nothing for granted“ durch den Kopf – was so viel bedeutet wie „sieh nichts als selbstverständlich an“. Und ganz genau so ist es. Nichts ist selbstverständlich und ich glaube das muss man sich immer und immer wieder in unserem doch sehr schnelllebigen und oftmals auch hektischen Alltag bewusst machen. Wir wissen alle nicht wieviel Zeit wir hier auf Erden haben werden, daher verwirkliche dir deine Träume JETZT und nicht irgendwann. Du möchtest den Job wechseln, weil du unzufrieden bist – dann mach es! Du hast schon immer den Traum mal längere Zeit zu reisen – dann mach es! Du willst einmal im Leben eine Alpenüberquerung machen, den Jakobsweg wandern, ein Buch oder einen Song schreiben, eine Yoga Ausbildung machen, eine neue Sprache lernen – ganz egal was es ist, warte nicht – mach es!

Und in meinen Gedanken kam ich auf das Buch von John Strelecky „The big five for life“. In seinem Buch geht es kurz gefasst darum 5 Dinge zu benennen, die du unbedingt tun, sehen oder erleben möchtest bevor du stirbst. Eben 5 Lebensziele, die du im Laufe deines Lebens realisieren möchtest. Und diese „Träume“ solltest du bestmöglich versuchen umzusetzen, solange du es noch kannst, denn irgendwann wird es zu spät sein. Worauf also noch warten? Sehr gut hat mir auch das Bild gefallen mit dem im Buch gearbeitet wird. Stell dir vor, dein Leben wäre ein Museum und am Ende deiner Tage könntest du dir all die Bilder, welche dein Leben beschreiben, noch einmal betrachten. Welche Bilder möchtest du dann sehen? Welche Geschichten soll dir dein persönliches Museum über dein Leben erzählen?

„GeniessŸe deine Zeit, denn du lebst nur jetzt und heute. Morgen kannst du gestern nicht nachholen und später kommt früher als du denkst.“
~ Albert Einstein ~

Daher lebe im Hier & Jetzt und genieße jeden Augenblick so bewusst wie nur irgendwie möglich. Denn das Leben selbst kannst du nur im Moment selbst (er)leben – nicht im gestern und nicht im morgen. Vielleicht gibt es auch noch Dinge, die du in deinem Leben klären möchtest. Streitereien oder Differenzen, welche du endgültig aus der Welt schaffen möchtest. Dann mach es! Oder wir erkennen wie manche Dinge in unserem Alltag, welche uns hier und da verärgern, so unglaublich unnütz sind um sich weiter darüber aufzuregen. Damit meine ich beispielsweise Ärger mit einem Kollegen, dem Gefühl heute nicht alles geschafft zu haben was man sich vielleicht vorgenommen hat, wenn die Kids einem tierisch auf den Keks gehen und die Laune im Keller ist, irgendjemand der dich ohne Grund angepampt hat oder oder oder. Life is too short for bad vibes! Sei dankbar für all das was du in deinem Leben hast und gehe achtsam mit dir und deinen Mitmenschen um.

Ich werde mich die Tage auf jeden Fall einmal hinsetzten und meine „big 5 for life“ definieren. Vielleicht hast du ja auch direkt Dinge im Kopf, welche du unbedingt in deinem Leben einmal erleben möchtest. Also los geht´s worauf noch warten.

In diesem Sinne don´t dream your life, live your dreams!

Pass gut auf dich auf und hab noch eine ganz wundervolle Woche,
Deine Tanja ❤️

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Pic by Fuu J on Unsplash

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