Alle sagten das geht nicht. Dann kam einer, der wusste es nicht und hat es einfach gemacht!

Wie ich bereits in meinem Post vor wenigen Tagen geschrieben habe, brachte mich ein Song der Band 30-Seconds-To-Mars zu diesem Artikel, welchen du gerade liest. Besagtes Lied heißt „Walk On Water“ und ich finde, dass es nicht nur allgemein, sondern auch jetzt ganz aktuell sehr gut in unsere Situation passt. Inhalt des Songs handelt kurzgefasst über Veränderung, zu kämpfen und woran du glaubst. Das führte mich zu einer ganz essentiellen Frage nämlich „Glaubst du an dich selbst?“

Hast du dir diese Frage schon einmal selbst gestellt? Stell sie dir doch einfach mal – welche Antwort kannst du dir darauf geben?

Ist es nicht oft so, dass wir uns viel vom Außen leiten lassen und dort eine Art Bestärkung suchen in dem was wir machen. Stoßen wir dann allerdings auf negatives oder zweifelhaftes Feedback, neigen wir schnell dazu uns und unseren Weg anzuzweifeln.

Ich möchte dir gerne ein Beispiel nennen, welches ca. 2 Jahre her ist. Damals war ich an dem Punkt an dem ich mir die Frage gestellt habe, wie es für mich beruflich weitergehen soll. Ich hatte noch keine konkrete Vorstellung – allerdings wusste ich ganz genau, dass der bisherige Weg nicht der ist, welcher mich tief im Herzen erfüllt und meine wirkliche Berufung darstellt. Ich spürte da musste es noch mehr geben und so begann ich mich mehr und mehr mit dieser Frage zu beschäftigen. Daraus ergaben sich erste Ansätze, Ideen und grobe Pläne. Ich sprach mit jemandem in meinem Freundes- und Bekanntenkreis darüber. Sie hörte mir aufmerksam zu und meinte dann am Ende zu mir „naja, aber das dauert ja dann doch auch wieder einen ganze Weile bis du damit Geld verdienen kannst. Denkst du nicht es wäre klüger einfach wieder in den alten Job zurück zu gehen?“
Im ersten Moment hat mich das ziemlich getroffen. Zum einen, weil ich wohl eher auf Bestärkung gehofft hatte, weil ich selbst zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu 100% an mich und an diesen Weg geglaubt habe und unsicher war. Aber was mich innerlich bestärkt hat, war der Gedanke, dass ich nicht „einfach“ zurück in einen Job gehen möchte, welcher mich nicht wirklich glücklich macht. Denn mal ganz ehrlich, ich muss ja immerhin noch viele viele Jahre arbeiten und das möchte ich definitiv nicht in einem Job, der mir zwar im ersten Schritt wieder „schneller“ ein Gehalt wie gewohnt, aber keine Freude bereitet.

Dann führte mich mein Weg zu den Coachings. Hier wurde mein Weg klarer und ich konnte mehr und mehr sehen wie sich mein Gefühl, meine Idee und meine Pläne, welche ich bereits damals wie ein kleines zerbrechliches Pflänzchen in mir trug, sich mehr und mehr bestätigten und immer deutlicher wurden. Und es tat so gut zu spüren, dass mein intuitives Gefühl in die richtige Richtung ging und ich mir vertrauen kann. Klar kommen auch hier und da mal wieder kurz Zweifel hoch, aber grundlegend spüre ich mit allem was passiert, dass es in die richtige Richtung geht.

Daher kann ich dich nur ermutigen – lass dich nicht von Anderen im Außen verunsichern und dir den Glauben an dich selbst nehmen. Letzten Endes bist du es immer selbst, der dir den Glauben an dich selbst nimmt oder eben genau in diesem bestärkt.

„Alle sagten das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat es einfach gemacht“
~ Autor unbekannt ~

Sicherlich kennst du das – Menschen haben von ihren Ideen & Plänen erzählt und viele drumherum – sei es Familie oder Freunde (leider sind es auch oft die Stimmen aus dem nahen Umfeld) – haben einem davon abgeraten. Vielleicht sind Sätze gefallen wie „ach, das machen doch schon so viele“ oder „oh weh bis du da richtig Geld verdienen kannst…mach lieber wieder deinen alten Job“ (wie es in meinem Fall war) oder „denkst du wirklich, dass ist das Richtige für dich?“ und so weiter. Solche Aussagen ermutigen einen nicht wirklich. Wenn diese Menschen dann aber aller Widrigkeiten zum Trotz für ihre Vision losgegangen und ihren Weg erfolgreich gegangen sind, wurden im Nachhinein oft Stimmen laut von wegen „ach, das funktioniert ja doch…mensch hätte ich das doch auch mal gemacht – wieso bin ich denn nicht auf diese Idee gekommen“. Was ich damit sagen möchte – geh los für dich! Und da wären wir bei der Frage, die ich eingangs erwähnt habe – glaubst du an dich?

Aber was bedeutet nun überhaupt an sich selbst zu glauben? Für mich bedeutet an sich selbst zu glauben, dass man das Vertrauen in sich selbst, in die eigenen Kräfte, Stärken und Fähigkeiten hat. Das Wort Selbstvertrauen ist hier ein zusammenfassender und gängiger Begriff. Wie stark unser Selbstvertrauen jedoch ausgeprägt ist, wurde ziemlich stark von unserer Kindheit beeinflusst. Wenn du in einer Familie mit Eltern großgeworden bist bzw. auch dein nahes Umfeld an dich geglaubt haben, dann wirst du vermutlich heute ein gesundes Selbstvertrauen haben. Wenn dir allerdings immer gesagt wurde, dass du dies oder jenes nicht kannst oder schaffst oder andere Situationen dich verletzt und enttäuscht haben, dann haben sich durch diese negativen Erfahrungen höchstwahrscheinlich negative Glaubenssätze wie z.B. „ich bin nicht gut genug“ oder „ich schaffe das nicht“ usw. eingeprägt.

Wie kannst du dir nun aber dieses Selbstvertrauen bzw. den Glauben an dich selbst aufbauen bzw. besser gesagt, wie gelingt es dir dieses/diesen wieder zurück zu bekommen. Denn wir alle waren als Kinder einmal in diesem absoluten Urvertrauen mit uns selbst. In einem Urvertrauen, in dem es uns total egal war, was andere über uns denken. Wir haben es einfach gemacht.

„Sobald du anfängst, dir Gedanken darüber zu machen, was andere über dich denken könnten, hörst du auf, du selbst zu sein.“
~ Meryl Streep ~

Und das bringt mich direkt zum ersten Punkt. Wichtig ist es für dich selbst einzustehen. Geh los für DICH – damit meine ich, aufzuhören sich im Außen von anderen leiten zu lassen bzw. aus der Perspektive heraus zu handeln was andere vermeintlich darüber und dann auch zwangsläufig über einen selbst als Person denken könnten. Denn wenn wir immer dazu neigen das zu tun was andere von uns erwarten bzw. das zu tun von dem wir denken die anderen finden das gut, setzen wir automatisch eine Maske auf und sind nicht mehr wir selbst. Ich kenne das nur zu gut aus meiner Zeit als ich noch jünger war. Bei uns zu Hause war der Satz „was sollen denn da die anderen denken“ ein ganz elementarer Leitspruch. Und so verlor ich mich immer mehr in einer „Rolle“ in die ich schlüpfte nur um den anderen zu gefallen, um nicht aufzufallen. Das zog sich von meiner Kindheit bis ins junge Erwachsenenalter hin. Daher finde ich das obige Zitat von Meryl Streep so unglaublich treffend. Denn genau so ist es, wenn wir unsere Energie damit verschwenden uns Gedanken darüber zu machen was andere über einen selbst denken, dann sind wir so extrem davon geleitet jemandem „gefallen“ zu wollen bzw. von diesem die Anerkennung zu erhalten, dass wir uns selbst völlig vergessen und verlieren. Das Beispiel, welches ich ganz zu Beginn des Artikels genannt hatte – als ich von meinen Plänen und Ideen erzählte und mir aber eher davon abgeraten wurde. Hätte ich wirklich darauf gehört, dann wäre ich heute nicht an dem Punkt, wo ich mir sicher bin, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Daher kann ich dich nur ermutigen – versuche dein Leben so zu leben wie es sich für dich richtig anfühlt, denn für niemanden – wirklich für niemanden – werden deine Träume, Ideen und Pläne so wichtig sein wie für dich selbst!

Das zweite was ich unglaublich wichtig finde – erkenne dich dafür an was du bisher in deinem Leben schon alles geschafft hast! Vielleicht wolltest du einen bestimmten Job und hast ihn bekommen. Du bist Mama geworden – erkenne dich dafür an was für ein unglaubliches Wunder dein Körper vollbracht hat, du hast dein eigenes Business gestartet, du hast eine Aus-/Weiterbildung begonnen und erfolgreich abgeschlossen, du hast dich für ein Stipendium beworben und es bekommen, du bist in eine neue Stadt und dir völlig neuen Umgebung gezogen und hast dir dort dein neues Leben aufgebaut, du bist für einen bestimmte Zeit ins Ausland, du unterstützt tolle Projekte, du hast dich aus unschönen & toxischen Beziehungen gelöst, du hattest eine Idee auf der Arbeit und diese wurde umgesetzt, man hat dir schöne Komplimente gemacht – schreibe sie auf und und und…
Erkenne dich dafür an!

„Du bist deine Grenze. Erhebe dich darüber.“
~ Schamsoddin Mohammad Hafes ~

Und dann kommt eigentlich auch schon der nächste Schritt. Um positive und dich selbst bestärkende Erfahrunge zu machen ist es nötig, dass du gewisse „Risiken“ eingehst, d.h. mache neue Dinge bei denen du über deinen eigenen Schatten springen musst. Du wirst sehen, wenn du dich getraut hast über diese Grenze, welche du dir ja immer selbst steckst, gegangen bist, wird dich das wiederum so in deinem Blick auf dich selbst stärken. Das müssen zu Beginn auch überhaupt keine großen Herausforderungen sein – du kannst mit Kleinigkeiten beginnen sei es einen kurzen Smalltalk mit den neuen Nachbarn, mal einen anderen Weg zur Arbeit zu nehmen, jemandem in der Stadt einfach mal zu zu lächeln, auf einer Veranstaltung mit jemandem ins Gespräch kommen, sich in einem bestimmten Moment gegenüber jemand anderem abzugrenzen und dadurch gut für sich zu sorgen und so weiter. Feiere dich danach für deinen Erfolg! Je öfter du das machst, desto mehr wirst du merken, dass in diesen für dich vermeintlich „unangenehmen“ Situationen überhaupt nichts schlimmes passiert ist – ganz im Gegenteil – du wirst anfangen wieder mehr und mehr an dich zu glauben.

Abschließend wäre da dann noch das Thema Loslassen & Heilen. Ein unglaublich großes und für mich persönlich auch das schwierigste Thema. Denn das Loslassen und Heilen ist zwangsläufig mit Vergebung verbunden. Wenn wir nicht vergeben, dann können wir auch nicht loslassen und uns selbst heilen.
Wir alle waren einmal in unserem absoluten Urvertrauen von dem ich vorher bereits geschrieben habe. Bis jemand dann etwas gesagt oder getan hat, das uns verletzt hat. Durch dieses Ereignis haben wir uns selbst angezweifelt und einen negativen Glaubenssatz für uns entwickelt. Das geschieht automatisch und unbewusst. Doch diese Glaubenssätze begleiten uns solange durch unser Leben bis wir sie für uns aufgelöst haben. Daher ist es so unglaublich wichtig, dass wir uns diese Erfahrungen noch einmal genau anschauen. Denn meist waren wir da noch jünger als uns das passiert ist und dennoch begleitet es uns solange in unserem Leben bis wir es noch einmal anschauen und liebevoll zu einem Ende bringen.

Hierzu möchte ich dir gerne noch etwas von mir erzählen. Kurz nach meiner Volljährigkeit wurde ich sehr krank. Ich war eine längere Zeit in einer Klinik und durch diese Krankheit wurde mir bewusst, dass ich mein Leben, so wie es war, nicht mehr weiter führen kann und will. So beschloss ich noch in der Klinik meine damalige Ausbildung mit einem Abschluss zu Ende zu bringen und suchte mir dann einen Studienplatz. Ich suchte mir ganz bewusst einen Studienplatz weit weg von meinem Heimatort entfernt. Ich bekam einen Platz in Mainz und so organsierte ich vor Semesterbeginn noch alles damit ich dort eine Wohnung hatte und mich für die erste Zeit so gut es geht in dieser für mich komplett neuen und fremden Stadt, in der ich von Null an anfangen würde, zurechtzufinden. Als der Tag dann gekommen war und ich „weg ging“ meinte meine Mutter nur abschließend zu mir „ach, das schaffst du eh nicht – spätestens in ein paar Wochen bist du wieder da!“ Wenn ich jetzt darüber nachdenke, sehe ich noch ganz genau die Bilder vor mir. Wie ich da vor ihr stand und wie es mein Herz gefühlt mal wieder in tausend Stücke zerrissen hat als mir dieser Satz entgegen schmetterte. Ich senkte traurig den Kopf, drehte mich um und schloss die Türe. Tränen liefen mir die Wangen hinunter und ich stieg in mein Auto. Dann fuhr ich los. Anfänglich waren die gefahren Kilometer noch prall gefüllt mit den Gefühlen der Verletzung, Traurigkeit und Enttäuschung – Enttäuschung darüber, dass man mal wieder nicht an mich glaubt- an mich glaubt, dass ich das schaffe. Doch nach und nach wandelte sich mein Gefühl und je näher ich Mainz kam, desto freier begann ich mich zu fühlen und ein kleiner Funke von wegen „und ich werde das schaffen – ich zeig es euch“ stieg in mir auf. Dennoch wog der Glaubenssatz „ich schaffe das nicht/ich kann das nicht“ welcher mal wieder mit diesen abschließenden Worten meiner Mutter wohl genährt wurde noch eine lange Zeit schwer nach. Und trotz aller Dinge, welche ich bereits in meinem Leben erreicht habe, sei es, dass ich den Schritt gewagt habe damals zu gehen und mir ein komplett neues Leben in einer neuen Stadt aufgebaut habe, mir einen neuen Freundeskreis aufgebaut habe, mein Studium erfolgreich absolviert habe, gute Jobs nach dem Studium hatte, Mama geworden bin, mich selbständig gemacht habe und mein eigenes Business gestartet habe usw. so war es, um ehrlich zu sein, bis vor ein paar Jahren immer noch so, dass mich dieser Glaubenssatz in meinem Leben begleitet hat. Und erst nachdem ich mir diese Situation noch einmal genau angeschaut habe und für mich erkannt habe, dass es damals überhaupt nicht um mich selbst ging, sondern meine Mutter ihre eigenen verletzten Gefühle auf mich projiziert hat, erst dann konnte ich verstehen und vergeben. Es hatte nichts mit mir als Person zu tun. Es war ganz allein ihre eigene Verletzung, welche nicht geheilt war. Die eigene Verletzung an ihrem inneren Kind, welche sie unbewusst auf mich übertragen hat. Als ich das für mich erkannte war das ein absoluter Gamechanger für mich. Ich konnte endlich raus aus dieser verletzten, emotionalen hin zu einer empathischen und verständnisvollen Ebene und es für mich heilen. Es hatte nichts mit mir zu tun! Und genau deshalb ist es so unglaublich wichtig, dass wir uns diese Dinge noch einmal anschauen, denn wenn es uns gelingt diese Dinge für uns zu lösen und zu heilen, dann kommen wir auch wieder in das Vertrauen uns selbst gegenüber.

Ich hoffe ich konnte dir mit diesem Artikel eine Inspiration sein und dich ermutigen an dich zu glauben. Stärke den Glauben an dich selbst – du bist so ein wertvoller und wundervoller Mensch!

In diesem Sinne wünsche ich dir noch einen schönen Abend und eine wundervolle Woche,
Deine Tanja ❤️

Pic by Ran Berkovich on Unsplash

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