Es ist wie es ist – aber es wird was du daraus machst. Entdecke die Macht in dir!

In den letzten Tagen habe ich vermehrt bei anderen ihre Frustration über die aktuelle Zeit wahrgenommen. Die Gemütslage war gen Null, wenn nicht sogar noch weit darunter. Der Unmut schier grenzenlos. Die Frage „wie man das denn bitte alles machen soll?“ der ständige Begleiter im Alltag, der mit einem aufsteht, wenn der Wecker klingelt und erst wieder in den wenigen Stunden, die man gefühlt einmal zur Ruhe kommt, verschwindet. Dann wäre da noch positiv denken bei allem – is klar. Der Spagat zwischen Homeoffice Arbeit und Familienleben – teils mit schulpflichtigen Kindern und/oder teils noch mit Kindern im Kindergartenalter bringen so einige Familien an ihre Grenzen. Aber auch die, die kinderlos zu Hause sind und im Homeoffice ihr täglich Brot verdienen müssen, all die Selbständigen, welche sich mühevoll vielleicht jetzt gerade ihr Business aufgebaut haben und endlich erste Erfolge verzeichnet haben usw. erleben diese Zeit als sicherlich eine der herausforderndsten, die sie seit langem oder überhaupt bisher in ihrem Leben hatten.

„Es gibt Dinge im Leben, die können wir leider nicht ändern, aber wir selbst können entscheiden wie wir damit umgehen“
~ Tanja Wendel~

Und ich spürte, wie mich das beschäftigte. Ich konnte absolut verstehen, dass man an Grenzen kommt, dass man so keinen Bock hat und einen alles in diesem Moment einfach so unglaublich upfuckt. Diese Tage kenne ich auch und diese dürfen auch absolut mal da sein. Und dennoch spüre ich in mir das Glück sagen zu können „mir geht es gut – ich bin glücklich“. Und je mehr ich darüber nachdachte, wie so viele Menschen aktuell frustriert und völlig am Ende zu Hause sitzen, flüsterte mir eine innere Stimme entgegen „Aber Tanja! Nein, das darfst du nicht!“ Und ich befasste mich einige Zeit damit, ob sich das wirklich zwingend ausschließen muss. Ich kam zu dem Ergebnis für mich, dass es das nicht muss! Mir ist bewusst, dass es vielen gerade schlechter geht, dennoch darf ich glücklich sein und dafür bin ich dankbar. Denn nur weil es aktuell einigen schlechter geht als mir, darf ich mich trotzdem gut, zufrieden und glücklich fühlen. Das schließt aber keinesfalls aus, dass ich für all diejenigen nicht die entsprechende Empathie und das nötige Verständnis haben kann.

Ich hatte auch schon Phasen in meinem Leben, da bin ich am Boden gelegen doch ich hab mich jedes Mal wieder aufgerafft und habe gekämpft – habe versucht etwas zu ändern – die sich daraus für mich ergebende Situation zu verändern. Denn was bringt es uns in all dem Negativen zu verweilen? Wenn wir immer das Glas halb leer und nicht halb voll sehen, manövrieren wir uns automatisch in eine Abwärtsspirale negativer Gefühle und Emotionen hinein. Und je mehr wir in dieser verweilen, desto frustrierter und unglücklicher werden wir. Und umso schwieriger ist der Weg wieder hinaus.

Was ich weiß ist, dass wir leider gewisse Dinge, die in unserem Leben passieren, nicht ändern können. Doch wir haben eine unglaublich große Macht zu entscheiden wie wir damit umgehen und was wir daraus machen! Und diese liegt ganz allein bei uns selbst. Und so zeigt sich auch aktuell in der Coronakrise wie viele der Betroffenen diese Situation als Chance nutzen und neue Ideen entwickelt haben. Sich in gewisser Weise auch neu erfunden haben. Diese Menschen sind aufgestanden und trotz aller Widrigkeiten haben sie nach Möglichkeiten und Lösungen gesucht und diese gefunden. Und ich denke genau darum geht es – sich nicht in dieses Loch fallen zu lassen und liegen zu bleiben, sondern wieder aufzustehen und zu schauen „okay ist zwar jetzt alles irgendwie eine riesengroße Scheiße, aber ich schaue jetzt was ich daraus machen kann, damit es wieder besser werden kann.“

Es gibt einfach so viele schlimme und schicksalhafte Ereignisse, welche uns Menschen mit dem Rücken an die Wand stellen. Sicherlich ganz ohne Frage trifft es jetzt mit dem Corona Virus auf einen Schlag super viele Menschen, die in eine Notlage gekommen sind, das ist völlig unbestritten. Doch wir sollten uns auch bewusst machen, dass es auch vor Corona schon Zeiten gab in denen einzelnen Menschen von jetzt auf gleich der Boden unter den Füßen weggezogen wurde. Sei es z.B. die alleinerziehende Mutter/der alleinerziehende Vater, welche/r ihren/seinen Job verloren hat und auf einmal nicht mehr ein und aus wusste oder der/die Angestellte, welche aufgrund einer Unternehmenssanierung betriebsbedingt entlassen wurde, aber gerade ihr neues Eigenheim gekauft und finanziert hat. Menschen, die beim Arzt sitzen und das Gefühl haben ins Bodenlose zu fallen in dem Moment in dem der Artz ihnen die Diagnos einer lebensbedrohlichen oder unheilbaren Krankheit mitteilt. Eine Familie, welche durch ein schicksalhaftes Ereignis getrennt wurde, weil einer der Elternteile vielleicht bei einem Unfall gestorben ist und die Hinterbliebenen nun kein Licht mehr am Ende des Tunnels erkennen konnten. Menschen, die durch einen terroristischen Anschlag von jetzt auf gleich aus dem Leben gerissen wurden. Die Liste könnte vermutlich noch ewig so weiter gehen. Sicherlich ist der Corona Virus ein Ereignis, welches heftig ist und eben auf einen Schlag alle Menschen vor Herausforderungen stellt. Dennoch ist das Gefühl, welches durch das Ereignis ausgelöst wird und darunter liegt mehr oder minder das gleiche Gefühl. Es ist Angst, Ohnmacht und Unsicherheit. Was ich damit sagen möchte? Ich möchte diese Situation überhaupt nicht schön reden von wegen „hey jetzt schalten wir alle mal auf den ´happy mood´Kanal um und dann ist alles wieder easy, nein!“ Aber es bringt uns nichts die Verantwortung an andere abzugeben und zu erwarten sie könnten die Situation für uns lösen. Wenn wir nicht den ersten Schritt gehen, dann wird auch nichts passieren! Und wenn wir verstehen, dass wir es selbst in der Hand haben und uns dieser unglaublichen Macht bewusst werden selbst entscheiden zu können wie wir uns fühlen wollen, was diese Situation mit uns macht und wie wir aus dieser schwierigen Zeit herausgehen möchten, dann müssen wir selbst Verantwortung dafür übernehmen.

Ich habe die Tage auch noch ein spannendes und anregendes Interview im Radio gehört. Da ging es zwar speziell um die aktuelle Situation in der Corona Zeit, aber ich denke man kann das auf jede „schwierige“ Zeit adaptieren. Frau Angelika Mändle, so hieß die Frau, die interviewet wurde, ist Expertin für Krisenintelligenz und sie sagte, dass derzeit leider ganz oft das Problem jenes sei, dass viele einfach auch eine falsche Erwartung an die Situation hätten. Die Menschen kommen an ihre Grenzen und sind frustriert und niedergeschlagen, weil es nicht so läuft wie es in ihren Augen laufen sollte. Und da fiel ein ganz spannendes Wort nämlich das Wort „Erwartungen“.

Enttäuschung und Frust sind das Ergebnis falscher Erwartungen
~ Autor unbekannt ~

Sie meinte, dass viele, die aktuell beispielsweise im Homeoffice arbeiten würden die Erwartung an sich und ihr Umfeld hätten, ihrer Arbeit im gewohnten Ablauf nachkommen zu können. Wenn dann aber eben ein „Störfaktor“ wie die daheim anwesenden Kinder dazwischen funken, wird automatisch die Erwartung nicht mehr erfüllt. Der Arbeitsalltag, welcher sich im Kopf wie gewohnt so abspielen sollte, als könne man eben genau so arbeiten wie im Büro, zerschellt auf einmal in tausend Teile und der Druck und einhergehende Frust steigt. Das wiederum überträgt sich auf das Umfeld und so kommen alle dann irgendwann früher oder später an ihre Grenzen und die tickende Zeitbombe geht hoch. Der Mensch neigt gerne dazu im „normalen“ Modus zu verweilen, weil er sicher ist und so versucht man eben mit diesen Erwartungen das „normale“ Leben so weiterführen zu können wie nur irgendwie möglich. Wenn das allerdings nicht gelingt, geschieht eben genau das was oben beschrieben ist. Doch was kann man tun? Ich denke eine Lösung kann das Überdenken und Anpassen der eigenen Erwartungshaltung sein. Ich bin mir sicher, dass jeder (gute) Chef derzeit auch sehr viel Verständnis dafür aufbringen kann bzw. auch sollte, wenn es eben „anders“ ist. Wenn eben mal ein Kind während des Video Calls im Hintergrund kurz herumschwirrt. Auch im Alltag sollten wir uns vielleicht nicht unbedingt 100 Sachen auf die To-do-Liste schreiben und dann am Abend völlig frustriert davorsitzen und uns herunter machen für all das was wir nicht geschafft haben. Nimm dir lieber nur 2 Sachen vor und feiere dich am Abend dafür ab, dass du diese erledigt hast und du wirst sehen was mit deinem Gefühl passiert. Und eine Portion Nachsichtigkeit hat glaube ich noch keinem von uns geschadet, denn hey, momentan ist es einfach anders. Doch wir alle geben gerade – unserer Möglichkeiten entsprechend – unser Bestes.

Konzentriere dich auf all die positiven Dinge, welche gerade täglich in deinem Leben passieren und glaube mir da gibt es trotz aller Umstände derzeit immer noch so so viele. Lasse den Fokus nicht auf das Negative abschweifen und diese Gefühle die Führung in deinem Leben übernehmen. Nehme die positiven Sachen ganz bewusst wahr und du wirst sehen was das mit dir und deinen Gefühlen macht. Erkenne diese unglaubliche Macht in dir selbst, bestimmen zu können, wie du dich fühlen möchtest – auch und gerade in diesen schwierigen und herausfordernden Zeiten!

In diesem Sinne, lebe deine Power, leben deine Kraft!
Deine Tanja ❤️

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Picture by Tegan Mierle

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