Everything will be fine – and if it is not good yet it is definately not the end!

Als ich da neulich beim Joggen war, kam mir irgendwie wieder der Gedanke in den Sinn, dass ich einmal in meinem Leben gerne mal einen Halbmarathon laufen würde. Dieser Gedanke kommt mir immer mal wieder und begleitet mich witzigerweise schon einige Jahre. Ich bin aber überhaupt nicht erpicht darauf diesen bei einem richtigen Wettkampf mit all dem Firlefanz drumherum zu laufen. Vielmehr geht es mir mehr um die Distanz. Einmal diese Strecke ganz entspannt laufen zu können – das wäre wirklich der Knaller!

Und mit jedem Schritt mehr, welcher mich durch die Natur getragen hat und ich etwas ins träumen und visionieren kam, dachte ich mir noch „hey, wie cool wäre es denn so einen Halbmarathon in New York zu laufen. Das wäre doch auch mal ein nices Ziel, welches ich mir setzen könnte.“
Und gefühlt mit dem nächsten Aufkommen meiner Füße auf dem kalten, harten, asphaltierten Feldweg ging mir die aktuelle Situation durch den Kopf. Ich weiß natürlich, dass der New York Marathon erst für Ende des Jahres geplant ist, aber ich fühlte mich in das Szenario ein, wie es sich wohl für mich anfühlen würde, wenn ich nun monatelang auf diesen Traum hingearbeitet hätte. Dann endlich nach all den langen, harten Trainingseinheiten und dem sich durchbeißen, sich immer wieder aufrappeln, motivieren und kämpfen, steht dieser Tag kurz bevor. Und dann?! Alles abgesagt wegen Covid-19. Und obwohl ich aktuell überhaupt nicht auf ein solches Ziel hintrainiere, konnte ich die Enttäuschung merklich spüren. Ich konnte spüren, wie es sich anfühlt, wenn dieser Traum von jetzt auf gleich zerplatzt – wie eine Seifenblase auf ihrer Reise gen Himmel.

Und so kam mir der Gedanke einen Artikel über Rückschläge & Niederlagen zu schreiben. Denn gerade jetzt in der aktuellen Zeit in der wir uns alle befinden, werden einige von uns mit Rückschlägen und Niederlagen konfrontiert und fühlen ganz sicher große Sorgen, Ängste, Unsicherheiten und Zweifel. Und das kann ich absolut verstehen und nachvollziehen. Wenn ich mich in diese Menschen hineinfühle, schmerzt es mich sehr. Und dass sich hier das Gefühl der Angst seinen Weg bahnt ist auch völlig okay. Denn es ist absolut normal, dass man sich in diesen Momenten fragt wie das alles nur weitergehen soll und wie die Zukunft wohl aussehen wird. Albert Einstein sagte einmal sinngemäß, dass man ein Problem nicht auf der gleichen Ebene lösen kann auf der es entstanden ist. Und genau so ist es – wir können die Situation nicht verändern solange wir in dieser Angst sind. Sie blockiert uns. Daher ist es umso wichtiger einen Schritt zurück zu treten und wieder in das Gefühl des Vertrauens zu kommen. Versuchen die Negativität wieder ins postive zu transformieren. Ich weiß, dass kann manchmal ein unglaublicher Kraftakt sein, aber erst dann wird es uns möglich einen klareren Blick zu bekommen und die Chancen zu erkennen.

Rückschläge & Niederlagen gehören zu unserem Leben.
Die Frage ist aber wie wir damit umgehen und was wir daraus machen!
~ Tanja Wendel ~

Und an dieser Stelle möchte ich dir gerne von einem meiner persönlichen Rückschläge aus meinem Leben erzählen. Es war vor 7 Jahren. Ich hatte meinen ersten Sohn geboren und hatte 2 Jahre Elternzeit eingereicht. Ich hatte einen tollen Job mit viel Verantwortung und Reisetätigkeit – das hatte ich mir immer gewünscht und so wollte ich auch ein gutes halbes Jahr früher aus meiner Elternzeit wieder zurückkommen. Das hatte ich alles mit meinem damaligen Chef abgesprochen. Ich hatte ein gutes Gefühl, dass ich das alles unter einen Hut bekomme und ich hatte mir auch fixe Homeoffice Tage raus verhandelt. Es lief alles super und so schaute ich voller Vorfreude unserem abschließenden gemeinsamen Elternzeiturlaub in Südafrika entgegen bevor es dann wieder beruflich so richtig losgehen sollte. 4 Wochen vor unserer Abreise rief mich mein Chef an und teilte mir mit er hätte gekündigt und alle Vereinbarungen, welche wir getroffen hatten, wären leider damit auch hinfällig. Ich war wie erstarrt am Telefon. Doch als mich dann seine Assistentin eine Woche später anrief und mir sagte, dass sie die Anordnung bekommen hätte meine ganzen Unterlagen zusammenzustellen, da man prüfen will, wie man mich während der Elternzeit kündigen könnte, riss es mir völlig den Boden unter den Füßen weg. Sie glaubten nicht, dass eine Mutter mit Kind die Manager Position noch weiter in dem gewünschten Rahmen und mit der erforderlichen Reisebereitschaft erfüllen könnte, sagte sie mir.
Mir wurde heiß und kalt zugleich und mir schnürte es alles zu. Und auch wenn ich nach deutschem Recht Anspruch auf die Rückkehr in meinen alten Job hatte und während der Elternzeit definitiv nicht kündbar war, hatte ich große Sorgen und Ängste. Was bitte sollte das für ein Arbeitsverhältnis zukünftig werden bzw. sein. Wollte ich in solch einer Arbeitsatmosphäre weiter arbeiten? Ich war so voller Wut und Enttäuschung – so voller Traurigkeit und Angst.

“The pessimist sees difficulty in every opportunity. The optimist sees opportunity in every difficulty.”
~ Winston Churchill ~

Mit diesem bunten Strauß an Emotionen setzte ich mich also in den Flieger und versuchte in den 2 Monaten, welche wir in Südafrika verbrachten, Antworten zu finden. Und mit dem nötigen emotionalen Abstand kamen dann auch die Antworten.
Was ich dir damit sagen möchte? Versuche dich in solchen Zeiten auf Lösungen & Möglichkeiten zu fokussieren. Lasse die negativen Gefühle nicht die Zügel in deinem Leben übernehmen, denn sie werden dich nicht weiterbringen. Ganz im Gegenteil. Versuche nach vorne zu schauen, auch wenn es unfassbar schwerfällt. In Südafrika habe ich den Entschluss gefasst mich selbstständig zu machen und meine eigene Agentur zu gründen. Ich hatte keine Ahnung wie ich all das anstellen sollte, aber ich machte mir einen Plan. Und so kam ich zurück, kündigte meinen Job und meldete mich für ein Business Plan Seminar an. Ich erstellte meinen eigenen Business Plan, beantragte Gründungszuschuss und baute mir nach und nach mein Business auf. Und ungefähr ein halbes Jahr danach, machte ich meine alten Chefs & Chefinnen zu meinen Kunden 😉

Stay positive! Schaue nach vorn und versuche die Chancen darin zu erkennen – auch jetzt in Zeiten von Corona. Viele Familien finden sich neu in ihrer Familienorganisation – finden neue Wege das Miteinander zu gestalten und erleben diese Zeit so intensiv wie noch nie. Die Gastronomie geht neue Wege mit eigenem Lieferservice, Fitnessstudios bieten online Workouts an, Künstler und Musiker kommen mit ihren Fans online zusammen, individuelle Shop Besitzer haben auf einmal Online-Shops auf denen bestellt werden kann usw. Es berührt mich so sehr, wie viele von diesen Menschen neue Wege für sich finden und die Solidarität der Gesellschaft hinter sich haben. Support your local dealers! Ein Satz, aktuell wichtiger denn je! Ich wünsche mir, dass dies auch weiter in den Köpfen der Menschen Bestand hat.  

Und so freut es mich, dass trotz dieser extrem herausfordernden Zeit all die Menschen neue Wege beschreiten und sich eben nicht von diesen negativen Gefühlen leiten lassen. Es zeigt uns, dass es auch in Krisen Chancen und Lösungen gibt und dass eben auch nach jedem heftigen Sturm, welcher über uns hereinbricht, irgendwann auch wieder die Ruhe und das Licht zurückkehrt.

In diesem Sinne, lasse dich nicht von der Angst leiten, sondern sei selbst das Licht, welches den anderen den Weg zeigt!

Deine Tanja ❤️

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Photo by Denys Nevozhai on Unsplash

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