~ Mamahelden – das Leben inmitten der Corona Krise ~

Es ist kurz nach 15 Uhr und ich sitze am Laptop. Es ist Dienstagnachmittag und ich habe mir eben ein Glas Rotwein eingeschenkt. Vielleicht kommt noch ein weiteres dazu, das weiß ich jetzt noch nicht. Und nein, ich bin keine Alkoholikerin. Ich bin Mutter von drei kleinen Kindern im Alter von 7, 4 ½ und 2 ½ und aktuell mit allen zu Hause – inklusive Mann im Home Office. Und nicht, dass du mich jetzt falsch verstehst, ich liebe diese drei kleinen Wesen über alles und würde für sie durchs Feuer gehen, aber heute ist einer dieser Tage an denen ich völlig genervt bin.

Die Corona Krise konfrontiert uns alle mit ganz neuen Herausforderungen. Herausforderungen, die wir in dieser Art nicht kannten und jeden einzelnen fordern sie auf eine ganz individuelle Art und Weise. Neben den ganzen Einschränkungen im Alltag, sei es das unbeschwerte vor die Türe gehen, nicht wie üblich einfach so einkaufen gehen zu können, Freunde zu treffen, die Kinder nicht im Kindergarten oder Schule zu wissen, keine anderen Betreuungsmöglichkeiten in Anspruch nehmen zu können, Sorgen um den Job, das Leben daheim zu organisieren wenn man allein, zu zweit oder nur einer von zwei Elternteilen im Home Office arbeiten muss, neue Herausforderungen als Paar usw. eben all diese Dinge, welche vor Corona nicht wirklich ein Thema waren. Ich für mich kann bisher sagen es gibt up´s & down´s und es ist eine anstrengende Zeit!

Und nein, ich bin keine Alkoholikerin. Ich bin Mutter von drei kleinen Kindern im Alter von 7, 4 ½ und 2 ½ und aktuell mit allen zu Hause – inklusive Mann im Home Office.

Und was sich zu Beginn vielleicht so wildromantisch angehört hat – mit der Familie einfach mal zu Hause in den eigenen vier Wänden zu bleiben. Diese einmalige intensive Zeit einfach miteinander zu genießen. Das kann einen doch auch ganz schnell an seine Grenzen bringen, wie ich finde. Von der Zeit in sich zu gehen und die Sicht nach Innen zu wenden mal ganz zu schweigen 🙂 diese habe ich gefühlt bis jetzt noch nicht wirklich für mich gefunden.

Zumal es für mich gesprochen hier auch noch ein Schulkind zu unterrichten gibt, einem Partner den Rücken im Home Office freizuhalten und nebenbei noch der Rolle als Entertainerin für zwei Kindergartenkinder gerecht zu werden. Denn diese wollen ja auch zu Recht bespaßt werden, weil sie noch so klein sind. Und die zwei Mini´s gefühlt stundenlang vor dem TV zu parken ist für mich nicht wirklich eine Option. Dann sind da noch die täglichen Mahlzeiten, welche es vor- und zuzubereiten gilt, die gefühlte tausendundeinste Spülmachine ein- und wieder auszuräumen und den restlichen Haushalt, den es ja auch noch zu bewerkstelligen gibt. Ach und nicht zu vergessen die gefühlt drei Milliarden Spielsachen bei drei Kindern, welche täglich eine Polonaise durch das gesamte Haus von Raum zu Raum zu machen scheinen und ich diese zumindest am Abend, wenn die kinderfreie Zeit anbricht nicht immer im Wohnzimmer vor meinen Füßen liegen haben möchte. Ebenso muss man schauen, dass man mit dem Partner im Gespräch bleibt, denn gerade wenn man auf einmal so auf engem Raum zusammen ist und nicht jeder wie gewöhnlich seine Freiheiten hat, ist es umso wichtiger im Dialog zu bleiben damit sich nicht alles aufstaut und man sich am Ende nur noch in Streitereien und Mißverständnissen wiederfindet.

Da kommt man eben schon mal an seine Grenzen. Vor allem, weil ich in diesem neuen außergewöhnlichen Alltag auch eben nicht so wie sonst Zeit für mich finde, um mir die Kraft und Energie zu holen, die ich jetzt umso mehr bräuchte. Außer man macht es eben nachdem die Kinder im Bett sind oder bevor sie wieder aufstehen, denn im aktuellen Tagesgeschehen sind meine Kinder definitiv noch zu klein und somit eine Variable X in der Gleichung, welche eben nicht immer so berechenbar ist, wie ich es mir in diesen Tage manchmal wünschen würde.

Ich will damit ich auch garnicht sagen, dass alles schlecht ist. Um Gottes Willen ganz im Gegenteil, aber manchmal gibt es eben genau diese Tage an denen spielen die Kinder so überhaupt nicht miteinander, gehen sich einfach gegenseitig nur so dermaßen auf die Nerven und streiten. Dann ist man ständig dabei Schiedsrichter im Kampf der Geschwister zu spielen. Oder während eines der Kinder auf der Toilette meine Hilfe benötigt, das andere kurzum meint mal Filzstifte an Möbeln und Sofas ausprobieren zu müssen oder mal auszuprobieren wie das ist, wenn man die Wind & Wetter Creme eben überall aufträgt, obwohl man noch komplett angezogen ist. Ich könnte die Liste noch weiter fortführen doch ich denke du weißt genau was ich meine, wenn du selbst auch Kinder hast.

In den meisten Fällen kann ich mit solchen Situationen recht gut und gelassen umgehen und mir entlockt es hier und da auch ein Lachen in der jeweiligen Situation, aber heute ist das eben einfach mal nicht so. Das ist der aktuellen Situation geschuldet. Und das ist auch völlig OK. Denn diese Tage gibt es eben auch und darauf folgen wieder Tage an denen ich voller Freude mit den drei Rabauken am Tisch sitzen und über nur so winzig kleine Sachen lachen werde. Dann basteln oder backen wir, bauen Höhlen, entdecken Gott und die Welt in Wimmelbüchern, spielen verstecken im Haus, machen Wettrennen draußen mit Roller & Fahrrad oder kraxeln auf Bäume und kuscheln uns abends selig bei einem Kinoabend gemütlich auf´s Sofa.

Wenn es dir auch an manchen Tage so geht – an Tagen an denen einfach so garnichts läuft wie du es dir wünschst, die Kinder in deinen Augen so garnicht kooperieren wie du es möchtest, dann werte dich bitte dafür nicht ab. Du machst einen unfassbar tollen Job auf den du so unfassbar stolz sein kannst. Du gestaltest jeden Tag – den Alltag deiner Kinder, deiner Familie – meisterst alles drum herum – sei stolz auf dich und nimm dich mal liebevoll selbst in den Arm! Du bist großartig und du rockst das.

Und ja, die Corona Krise ist für uns alle eine Herausforderung. Auch für mich! Wir sitzen alle im gleichen Boot.

We can do it!

Ich wünsche dir einen wundervollen Abend,

Deine Tanja ❤️

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Pic by PublicDomainPictures auf Pixabay

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