COVID-19 ~ Is this real life or is this fantasy…

Es ist Montag, aber ein Montag wie wir ihn noch nie davor hatten. Normalerweise sind morgens ab 8 Uhr alle meine drei Kinder aus dem Haus und es kehrt Ruhe und Stille ein und ich beginne zu arbeiten.
Doch heute ist plötzlich alles ganz anders. Ich saß heute Morgen hier im Kinderzimmer meiner Tochter. Auf dem Schoß mein Laptop und alle drei Kids machten vergnügt um mich herum ein Puzzle. Der Yakari Tonie im Hintergrund erzählte uns von seinen aufregenden Abenteuern. Man könnte meinen eine ganz entspannte Atmosphäre, aber so war es an diesem Montagmorgen defintiv nicht.

In mir machen sich die letzten Tage sehr viele Gedanken breit. Auf einmal ist nichts mehr so selbstverständlich wie es bisher in meinem Leben immer war.
Freiheit nicht – Gesundheit nicht – Arbeit und Alltag ist es auch nicht mehr. Es fühlt sich teilweise so an wie aus den Zeilen „is this real life or is this fantasy“ von Queen in deren Song Bohemian Rhapsody. Irgendwie surreal – wie in einem Film, wo jeder von uns auf einmal die Hauptrolle spielt. Man kann es trotz allem noch nicht so recht fassen – auch wenn man es im Außen schon merklich spüren kann.
Die Ereignisse überschlagen sich. Szenarien von denen wir letzte Woche noch nicht einmal annähernd geglaubt hätten, dass diese bei uns eintreten könnten, wurden in einem Tempo, welches einem wirklich Angst machen kann, zur knallharten Realität. Und jeder von uns wurde eines Besseren belehrt. Situationen, welche noch so weit weg zu sein schienen sind binnen weniger Stunden bei uns angekommen.

Ab heute sind Schulen und Kindertagesstätten geschlossen. Andere öffentliche Einrichtungen wie Schwimmbäder und Kinos ebenso. Das kulturelle Leben im Allgemeinen kommt zum Erliegen. Veranstaltungen wurden abgesagt. Grenzen wurden geschlossen und teilweise soll nun auch der Flugbetrieb eingestellt werden. Immer mehr gastronomische Einrichtungen werden in ihren Öffnungszeiten limitiert und wir nähern uns nun nach Bekanntgabe von Bundeskanzlerin Merkel in ihrer Pressemitteilung am heutigen Abend mit großen Schritten dem Zustand, welcher bereits in anderen Ländern Alltag geworden ist. Dem totalen Shutdown. Absoluter Ausnahmezustand.

„Maßnahmen, die es so in unserem Land noch nicht gegeben hat“
~ Angela Merkel ~

Derartige Ausnahmezustände kennt man gefühlt irgendwie nur aus Geschichtsbüchern – und selbst da ist es einem nur möglich einen kleinen Ausschnitt davon nachzuempfinden wie es wohl für diese Menschen damals gewesen sein muss.

Ja, bei uns geht es aktuell um einen Virus. Es werden keine Bomben abgeworfen, welche einem in wenigen Sekunden einfach alles im Leben nehmen könnten. Trotzdem ist diese Krise für einige von uns in deren Existenz sehr bedrohlich. Ich habe eine frühere Schulfreundin. Sie ist Autorin und lebt in Spanien. Sie bangt ab nächster Woche um ihr Einkommen. Oder eine Freundin, die in den nächsten 14 Tagen ihr Kind entbinden wird und sich große Sorgen macht wie das nun alles werden soll. Oder auch all die Menschen, welche in ihrer Gesundheit bedroht sind. Aber auch alle, die in obig genannten Bereichen arbeiten und nun dieser Arbeit nicht mehr wie gewohnt nachkommen können usw. Wie sich all diese Menschen derzeit fühlen müssen…ja, da mache ich mir schon Gedanken.

All diese Menschen sind in dieser Situation sicherlich mit Ängsten konfrontiert, die sie bisher in dieser Art nicht kannten. Und ich kann das total verstehen, denn Angst zu haben ist völlig in Ordnung. Auch ich habe Momente in denen mich die Angst überkommt, aber ich glaube dieses Gefühl sollte nicht die absolute Kontrolle über uns gewinnen.
Diese Krise kann vielleicht auch eine riesengroße Chance für jeden von uns sein. Sie kann uns Menschen wieder ein Stück näher zusammenbringen. Uns zurück entsinnen auf das was wirklich wichtig ist. Entschleunigen. Zeit mit Menschen zu verbringen, die einem wichtig sind. Menschen schützen indem man besonnen und wohl überlegt handelt. Einander die Hand reichen und zu erkennen, dass wir alle in einem Boot sitzen und das hier nur gemeinsam bewerkstelligen können, indem wir alle diesen Weg Seite an Seite gehen, um dann gestärkt aus dieser Krise hervorzugehen.
Es wird sicherlich die Arbeitswelt verändern und hier können sich dann vielleicht auch wiederum neue Möglichkeiten im Hinblick auf Arbeitszeitmodelle und eine stärke Etablierung von Home-Office Plätzen in einigen Bereichen ergeben. Ebenso gibt es jedem nochmal die Möglichkeit sich mit dem Thema Umwelt & Nachhaltigkeit zu beschäftigen und sich vielleicht zu hinterfragen, welchen Teil möchte ich zu diesem Thema gerne beitragen.

Es werden vermutlich nur wenige Wochen sein, in denen aber einfach alles anders sein wird als sonst. Durch diese Situation bekommt jeder von uns die Gelegenheit in sich zu gehen – einen Gang herunter zu schalten, um somit dem „weniger“ Platz zu machen und somit „mehr“ ins fühlen zu kommen. Darum nutze diese Zeit auch für dich, für deine Kinder und deine Familie. Lasst uns füreinander da sein und auch diejenigen unterstützen, die gerade dringend Hilfe benötigen. Wähle Mitgefühl, Dankbarkeit und Zuversicht anstatt dich von der Angst kontrollieren zu lassen.

Ich nehme meine Angst wahr und lasse sie zu. Möchte aber dennoch versuchen die Situation aus einer anderen Perspektive zu sehen und konzentriere mich darauf die positiven Dinge darin zu sehen, welche die nächste Zeit mit sich bringt. Versuche mich nicht zu fürchten, sondern in das Leben zu vertrauen – auch wenn ich selbstverständlich immer mal wieder Tage haben werde, wo mir das nicht so gut gelingen wird. Und auch das gehört dazu, weil es eben immer zwei Seiten gibt. Ich finde meine Kraft und Zuversicht mittlerweile im meditieren. Beim meditieren komme ich zu mir – in meine Mitte und in das Vertrauen in mich & das Leben, welches nötig ist, um das Steuerrad nicht dem Gefühl der Angst zu übergeben.

 „Umso mehr Chaos im Außen, desto mehr Ruhe ist in mir“
~ Laura Malina Seiler ~

Diese Krise wird mit jedem von uns etwas machen. Was es mit jedem von uns macht weiß ich noch nicht, aber das Leben nach COVID-19 wird für uns alle wohl nicht mehr das sein, welches es davor einmal war. Ich bin gespannt wie es sein wird und was sich alles nach diesem Zusammenbruch neu ordnen wird. Jeder von uns bekommt nun die Chance neu zu entscheiden wie er aus dieser Krise hervorgehen möchte und wie er selbst danach sein möchte. Ich wünsche mir, dass es viele zum Nachdenken anregt und es vieles in den Gedanken und Einstellungen der Menschen verändert und nicht alle danach wieder zu Business as usual zurückkehren.

Wie möchtest Du nach COVID-19 sein?

Pass gut auf dich auf und bleib gesund!
Ich schicke dir auf diesem Weg ganz liebe Grüße,

Deine Tanja ❤️

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poster By @mathieupersan

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